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Waffenshow zur Begrüßung: Biden schmiedet neue Allianzen in Israel

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Von Euronews  mit dpa, ap, afp
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Zur Begrüßung wurde Biden noch am Flughafen Israels hochmoderne Raketenabwehr präsentiert.
Zur Begrüßung wurde Biden noch am Flughafen Israels hochmoderne Raketenabwehr präsentiert.   -   Copyright  GIL COHEN-MAGEN/AFP or licensors

Bei seinem ersten Nahost-Besuch als US-Präsident hat Joe Biden Israel die "unerschütterliche Unterstützung" der USA zugesichert. Erster Programmpunkt direkt nach der Landung in Tel Aviv: Eine Waffenshow für Biden inklusive Israels hochmoderner Raketenabwehr.

Biden wirbt für Zwei-Staaten-Lösung

Nach dem Willen der USA soll eine gemeinsame Luftabwehr künftig Israel und arabische Staaten der Region vor Angriffen des Iran schützen. Doch Biden ist nicht nur gekommen, um neue Militärallianzen zu schmieden.

"Wir werden auch über den Nahost-Konflikt sprechen", erklärte Biden nach seiner Ankunft. "Und darüber, dass ich eine Zwei-Staaten-Lösung – auch wenn sie momentan fern scheint – nach wie vor für den besten Weg halte, um allen Menschen in der Region gleichermaßen Freiheit, Wohlstand und Demokratie zu bringen – Israelis und Palästinensern."

Vom Flughafen fuhr Biden zur Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem, wo er an einer Gedenkzeremonie teilnahm und mit zwei Überlebenden der Shoa sprach. Man dürfe nie aufhören, das "Gift des Antisemitismus" zu bekämpfen, so der US-Präsident.

Familie von getöteter Journalistin enttäuscht

Anders als Vorgänger Donald Trump wird Biden neben Israels Staats- und Regierungsführung auch Palästinenserpräsident Mahmud Abbas treffen.

Überschattet wird das Gespräch von der Unzufriedenheit der Palästinenser über die verhaltene Reaktion der USA nach der Erschießung von Shireen Abu Akleh, einer US-amerikanisch-palästinensischen Journalistin. Sie war bei der Berichterstattung über eine Operation Israels im Westjordanland getötet worden - offenbar von israelischen Soldaten. 

Die USA haben die Tat nicht klar verurteilt. Die Familie der Reporterin fühlt sich verraten und bat Biden in einem offenen Brief um ein Treffen während seiner Nahost-Reise.