Dieser Inhalt ist in Ihrer Region nicht verfügbar

"Anti-amerikanische Gewalt": USA warnen vor möglichen Anschlägen

Access to the comments Kommentare
Von Euronews
euronews_icons_loading
Mahnmal "Ground Zero" in New York
Mahnmal "Ground Zero" in New York   -   Copyright  Julia Nikhinson/AP Photo

Nach der Tötung des Al-Kaida-Anführers Aiman al-Sawahiri durch einen US-Drohnenangriff hat das US-Außenministerium Amerikaner weltweit zu erhöhter Wachsamkeit vor Anschlägen aufgerufen. "Nach dem Tod von Al-Sawahiri könnten Anhänger von Al-Kaida oder mit ihr verbundenen Terrororganisationen versuchen, amerikanische Einrichtungen, Personal oder Bürger anzugreifen", hieß es in einem aktualisierten Warnhinweis des Ministeriums, der am Dienstagabend (Ortszeit) veröffentlicht wurde.

Man sei nach wie vor besorgt über die anhaltende Bedrohung durch Terroranschläge, Demonstrationen und andere gewalttätige Aktionen gegen US-amerikanische Bürger und Interessen im Ausland. Nach dem Tod des Anführers des Terrornetzwerks Al-Kaida gebe es "ein höheres Potenzial für anti-amerikanische Gewalt"

Wir haben Maßnahmen ergriffen, ihn vom Schlachtfeld zu entfernen.
John Kirby
Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates, Weißes Haus

Präsident Joe Biden hatte zusammen mit seinem Sicherheitsteam den Drohnenangriff im Zentrum von Kabul gebilligt. Sein Sprecher John Kirby sagte, dies beweise, Afghanistan sei kein sicherer Hafen für Terroristen.

"Diese Aktion zeigt, dass wir auch ohne amerikanische Streitkräfte vor Ort in der Lage sind, selbst den meistgesuchten Terroristen der Welt zu identifizieren und ausfindig zu machen. Und Maßnahmen zu ergreifen, ihn vom Schlachtfeld zu entfernen."

Doch viele Menschen in Afghanistan bezweifeln, dass Ayman al-Sawahiri bei dem Drohnenangriff getötet wurde. Student Mohammad etwa sagt, er laube nicht, dass der Al-Kaida-Anführer in Kabul sein konnte. "Weil das eine Terrorgruppe ist – und ich glaube nicht, dass sie ihren Anführer nach Afghanistan geschickt haben. Diese Aktion war nur ein Angriff, um die Menschen in Angst und Schrecken zu versetzen."

Bei den Anschlägen im Jahr 2001 wurden fast 3.000 Menschen getötet. In der Gedenkstätte am Ground Zero in New York reagierte ein Mann, der damals seine Frau verloren hat, erwartungsgemäß positiv.

Die USA hatten Al-Sawahiri nach eigenen Angaben am vergangenen Wochenende mit einem gezielten Drohnenangriff in der afghanischen Hauptstadt Kabul getötet. Der 71-Jährige war Nachfolger von Osama bin Laden, dem Kopf der Terroranschläge vom 11. September 2001 mit annähernd 3000 Toten in den USA.

Nach Bin Ladens Tötung durch eine US-Spezialeinheit in Pakistan 2011 war Al-Sawahiri an die Spitze der Terrorgruppe aufgerückt.