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Angola-Wahl: Regierungspartei MPLA hat die Nase vorn

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Von su  mit dpa
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In Angola haben die Menschen ein  neues Parlament gewählt und damit auch über den Präsidenten abgestimmt. Die Wahl ist ein enges Rennen zwischen der Regierungspartei MPLA (Movimento Popular de Libertação de Angola, Volksbewegung für die Befreiung Angolas), angeführt von dem derzeitigen Präsidenten João Lourenço, und der größten Oppositionspartei Unita (União Nacional para a Independência Total de Angola) mit Vorsitzendem Adalberto Costa Júnior.

"Die Hälfte der Bevölkerung lebt von weniger als 1,9 Dollar pro Tag, während das diamantenreiche Angola auch der zweitgrößte Ölproduzent des Kontinents ist."

In dem ölreichen Land bestimmt die Partei, die eine einfache Mehrheit der 220 Sitze gewinnt, das Staatsoberhaupt. Etwa 14 Millionen der rund 35 Millionen Angolaner sind für die Wahl in der ehemaligen portugiesischen Kolonie registriert.

Die MPLA liegt nach ersten offiziellen Ergebnissen mit gut der Hälfte der Stimmen (52,08%) vor der UNITA (42.98%) (Nationale Wahlkommission (CNE) nach Auszählung von 86,4 Prozent der Stimmen), aber die Opposition bestreitet bereits die Ergebnisse. Präsident Lourenço will in einer weiteren Amtszeit gegen Korruption vorgehen, die Wirtschaft diversifizieren, in den öffentlichen Gesundheitssektor investieren und Investoren von außen anlocken. Auch die Oppositionspartei Unita will die auf Öl fokussierte Wirtschaft diversifizieren und bessere Einkommensmöglichkeiten für eine breite Schicht der Gesellschaft schaffen.

João Peseiro Monteiro, Euronews:

"Der Tag nach den Wahlen in Angola wird lang. Der Kampf der Zahlen hat begonnen. Die Wähler strömten in Scharen zur Urne und erwarten nun verlässliche Ergebnisse."

su mit dpa