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Orbán baut 2 neue Kernreaktoren - aus russischer Produktion

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Von Euronews
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Archivbild von Wladimir Putin und Vikror Orban
Archivbild von Wladimir Putin und Vikror Orban   -   Copyright  AP Photo

Der Krieg in der Ukraine scheint Ungarns Interesse an einem Atomengie-Projekt mit Russland nicht beeinträchtigt zu haben. Ungarns Aufsichtsbehörden haben den Bau von zwei neuen Kernreaktoren aus russischer Produktion genehmigt.

Die Entscheidung unterstreicht die Beziehungen zwischen Viktor Orbán und Wladimir Putin. Unter Orbán hat Ungarn eine Politik der strikten Neutralität gegenüber der Ukraine verfolgt, die von einigen Experten als pro-russisch bewertet wird.

Finnland hatte ein änliches Projekt wegen des russischen Einmarschs in der Ukraine im Mai abgesagt.

Ungarn bekommt von Russland ein 10-Milliarden-Euro-Darlehen

Der 12,5 Milliarden Euro teure Bau durch den russischen Atomkraftriesen Rosatom soll in den kommenden Wochen beginnen. Ungarns Außenminister Péter Szijjártó sprach in einem auf Facebook veröffentlichten Video von einem wichtigen Meilenstein.

"Es ist heute klarer denn je, dass sich die Länder, die über Kernenergie und Kernkraftwerke verfügen, in Bezug auf ihre Energieversorgung sicherer fühlen können. Je größer die Kernenergiekapazität eines Landes ist, desto sicherer die Energieversorgung in Zukunft", so Péter Szijjártó in dem Video.

Das 2014 zwischen Russland und dem EU-Staat Ungarn geschlossene Abkommen sieht eine Erweiterung des bestehenden Kernkraftwerks Paks nahe Budapest vor. Russland finanziert den größten Teil davon, nämlich mit einem 10-Milliarden-Euro-Darlehen, die restlichen 2,5 Milliarden Euro zahlt Ungarn selbst.

Durch den Bau wird die Kapazität der Anlage Paks mehr als verdoppelt. Das Kraftwerk, das in den 1980er Jahren während der kommunistischen Ära Ungarns mit sowjetischer Technologie gebaut wurde, ist die einzige Nuklearanlage des Landes und deckt etwa 40 % des ungarischen Strombedarfs.

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