Klimawandel verursacht Flut in Pakistan: "Heißester Ort der Erde!"

Hilflose und traumatisierte Menschen in der Provinz Sindh an diesem Dienstag
Hilflose und traumatisierte Menschen in der Provinz Sindh an diesem Dienstag Copyright Fareed Khan/Copyright 2022 The Associated Press. All rights reserved.
Von Euronews mit AP
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Die Durchschnittstemperatur habe zuletzt rund 12 Grad Celsius über dem üblichen Wert gelegen, sagte Pakistans Klimaministerin Sherry Rehman. Die Zahl der Todesopfer steigt unterdessen täglich weiter. Registriert wurden bislang 1163 Tote. Über ein Viertel von ihnen sind Kinder.

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Durch die Flutkatastrophe historischen Ausmaßes in Pakistan sind nach Angaben der Nationalen Katastrophenschutzbehörde bislang mehr als 1130 Menschen ums Leben gekomme. Unter ihnen seien 386 Kinder. Über 1600 Menschen seien seit Mitte Juni verletzt worden. Aus der Türkei und den Vereinigten Arabischen Emiraten seien erste Hilfslieferungen eingetroffen.

Klimaministerin Sherry Rehman sagte, Pakistan befinde sich an der Frontlinie des weltweiten Klimawandels: "Im Moment steht ein Drittel Pakistans unter Wasser und 33 Millionen Menschen sind betroffen. Das ist eine riesige humanitäre Katastrophe, und ich würde sie als ziemlich apokalyptisch bezeichnen."

Laut der Katatstrophenschutzbehörde sind eine Million Häuser zerstört worden. knapp eine halbe Millione Menschen befänden sich in Notunterkünften. Die Dunkelziffer der Obdachlosen sei vermutlich deutlich höher.

Klimaministerin: "Heißester Ort auf dem Planeten"

Klimaministerin Sherry Rehman sagte über die Begleitumstände der Flut: "Dieses Jahr lagen die Temperaturen knapp 12 Grad Celsius höher als gewöhnlich, und wir waren der heißeste Ort auf dem Planeten. Die Gletscher bersten, bei den Unwettern kam dreimal so viel herunter wie sonst. Wir hatten also einen Anstieg um 300 Prozent. Und was wir gesehen haben, ist wirklich das Ergebnis... Gletscherschmelze ist wirklich das Ergebnis der globalen Erwärmung."

Rehman bedankte sich bei der kanadischen Regierung für die Ankündigung von Hilfsgeldern.

Der pakistanische Regierungschef Shahbaz Sharif sprach von den verheerendsten Unwettern seit über drei Jahrzehnten. Er dankte der chinesischen Führung für die Bereitstellung von finanziellen Mitteln.

6 500 Soldatinnen und Soldaten wurden für Hilfseinsätze mobilisiert. Mit Lkw, Booten, Hubschraubern und MiIlitärfluzeugen wird versucht, so viele Menschen wie möglich aus den Flutgebieten zu evakuieren. In Einrichtungen für Schutzsuchende fehlt es oft am Nötigsten, örtlich gibt es weder Lebensmittel noch Trinkwasser.

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