"Der Anfang vom Ende des Krieges": Selenskyj verleiht Medaillen in Cherson

Selesnkyj in Cherson
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Von Euronews mit AP/DPA
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NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg seinerseits warnte vor verfrühten Hoffnungen. "Wir sollten nicht den Fehler machen, Russland zu unterschätzen."

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Ein sichtlich bewegter Wolodymyr Selenskyj wandte sich bei seinem Überraschungsbesuch im befreiten Cherson an die ukrainischen Soldaten und die Einwohner:innen der Stadt. 

Der russische Rückzug aus Cherson sei "der Anfang vom Ende des Krieges", sagte der ukrainische Präsident mit Tränen in der Stimme.

"Die vielen zerstörten Häuser, die vielen zerstörten Cafés, das ist kein schöner Anblick. Aber genau das hat die Russische Föderation der Ukraine angetan. Sie hat der ganzen Welt gezeigt, dass sie töten kann. Aber die ukrainischen Streitkräfte, die Nationalgarde, die Geheimdienste, haben bewiesen, dass es unmöglich ist, die Ukraine zu töten."

Selenskyj verlieh Medaillen an Soldaten und posierte mit ihnen für Selfies. "Wir kommen Schritt für Schritt in alle vorübergehend besetzten Gebiete", sagte Selenskyj. Er stellte auch fest, dass die Kämpfe "die besten Helden unseres Landes" gekostet hätten.

"Putins Ziel ist es, die Ukraine in diesem Winter kalt und im Dunkeln zu lassen"

Moskau zeigt sich seit Anordnung des Rückzugs seiner Truppen aus Cherson eher einsilbig. Zum Besuch des ukrainischen Präsidenten in der befreiten Stadt befragt sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow, man wolle das nicht kommentieren: "Sie wissen, dass es sich um das Gebiet der Russischen Föderation handelt."

NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg seinerseits warnte vor verfrühten Hoffnungen. "Wir sollten nicht den Fehler machen, Russland zu unterschätzen. Die russischen Streitkräfte verfügen weiterhin über beträchtliche Fähigkeiten und eine große Anzahl von Truppen, und Russland hat seine Bereitschaft gezeigt, erhebliche Verluste zu ertragen", sagte er bei seinem Besuch in Den Haag.

"Die kommenden Monate werden schwierig. Putins Ziel ist es, die Ukraine in diesem Winter kalt und im Dunkeln zu lassen. Wir müssen also weiter den Kurs halten."

Tatsächlich zerstörten die russischen Truppen, bevor sie Cherson verließen, grundlegende Infrastrukturen - darunter offenbar auch ein Elektrizitätswerk der Stadt. Auf die Bewohner kommen weiter schwere Zeiten zu - was viele auch mehrere Tage nach der Befreiung nicht davon abhielt, ihrer Freude feien Lauf zu lassen.

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