Nach 40 Meter-Sturz sind 6 Menschen bei Busunglück in Galicien im Norden Spaniens tot

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Von euronews
Ein Bus ist im nordspanischen Vigo in einen Fluss gestürzt
Ein Bus ist im nordspanischen Vigo in einen Fluss gestürzt   -   Copyright  AFP

Mindestens Menschen kamen ums Leben als ein Bus in Galicien, im Norden Spaniens, 40 Meter tief in einen Fluss stürzte. Der Bus ist an Heiligabend beim Überqueren einer Brücke in der Nähe der Stadt Vigo und der Grenze zu Portugal durch die Brüstung gekracht. Nach Angaben der Regionalzeitung La Voz de Galicia befand sich der Bus auf dem Weg zu einem Besuch bei Angehörigen im Gefängnis von Monterroso in Zentralgalicien. Zwei Personen, darunter der Busfahrer um die 60, wurden gerettet und in ein Krankenhaus gebracht. Die Rettungskräfte bargen bis Sonntag sechs Leichen, so ein Sprecher der Guardia Civil. Die Behörden gehen davon aus, dass entweder acht oder neun Passagiere an Bord waren. Nach Angaben der Behörden schlug zunächst ein Autofahrer Alarm, nachdem er bemerkt hatte, dass ein Sicherheitsgeländer auf der Brücke beschädigt worden war. Die Rettungskräfte erhielten dann einen Anruf aus dem Bus, der ihnen half, das Wrack zu finden. Die Rettungsarbeiten mussten wegen des schlechten Wetters über Nacht unterbrochen werden, wurden aber im Morgengrauen mit Hilfe von Bergrettungseinheiten und einem Hubschrauber wieder aufgenommen. Der Unfall ereignete sich "an einer Stelle mit starkem Gefälle", was den Zugang erschwerte, sagte ein Sprecher der Guardia Civil in der Stadt Pontevedra, etwa 30 Kilometer vom Unfallort entfernt. Die Behörden erklärten, die Rettungsarbeiten seien auch durch den starken Regen in der Nacht erschwert worden, der den Pegel des Flusses Lerez, in den der Bus gestürzt war, stark ansteigen ließ. Die Ursache des Unfalls sei noch nicht bekannt, aber das schlechte Wetter könne eine Rolle gespielt haben, hieß es. - Tragödie". "Wir kennen die Ursachen noch nicht mit Sicherheit", aber "es stimmt, dass die Wetterbedingungen in dieser Nacht sehr schlecht waren", sagte Alfonso Rueda, der Präsident der Region Galicien. Rueda postete später Bilder seines Besuchs am Unglücksort in den sozialen Medien, "um die Sicherheits- und Rettungskräfte zu ermutigen und ihnen für ihre Professionalität und ihr Engagement zu danken". "Sie waren von der ersten Minute an unter schwierigen Bedingungen vor Ort. Mein Beileid an die Angehörigen der Opfer", schrieb er auf Twitter. Die Guardia Civil teilte mit, der Busfahrer sei negativ auf Alkohol und Drogen getestet worden. Nach Angaben der örtlichen Behörden war eines der Todesopfer eine junge Peruanerin, die in Galicien lebte und mit älteren Menschen arbeitete. Die anderen Opfer waren Spanier. Der Bürgermeister der Gemeinde Cerdedo-Cotobade, Jorge Cubela, bezeichnete den Unfall als "Tragödie" und lobte die "Professionalität" der Rettungskräfte, die am Unfallort eingesetzt waren.