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Ohnmacht und Hoffnung: Menschen in Kiew glauben an den "Sieg des Guten"

Nina Nikiforovа muss ihren Sohn Wolodymyr begraben. Er war bei Kämpfen in der Ostukraine ums Leben gekommen. Kiew, 11. Februar 2023
Nina Nikiforovа muss ihren Sohn Wolodymyr begraben. Er war bei Kämpfen in der Ostukraine ums Leben gekommen. Kiew, 11. Februar 2023 Copyright Emilio Morenatti/AP
Copyright Emilio Morenatti/AP
Von Euronews
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Ein Jahr Krieg hat das Leben der Menschen in der Ukraine von Grund auf verändert. Alles, aber auch alles dreht sich um den bewaffneten Konflikt mit Russland.

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Ein Jahr nach vollständiger Invasion russischer Truppen in die Ukraine gibt es kaum Anzeichen auf ein baldiges Ende des Konflikts. Millionen Ukrainer:innen sind aus dem Land geflüchtet doch der Alltag geht auch im Land selber weiter. Allerdings unter völlig anderen Voraussetzungen als noch vor 352 Tagen.

Die Moral vieler Ukrainerinnen und Ukrainer ist trotz hoher Verluste positiv. Sie glauben an einen Sieg ihres Landes über die Truppen von Präsident Wladimir Putin. Doch der Krieg hat sie in Geist und Seele schwer erschüttert.

"Es war das schwierigste Jahr meines Lebens und des Lebens aller Ukrainer:innen", erzählt Diana Shestakova. "Ich bin mir sicher, dass der Sieg bevorsteht, aber wir wissen nicht, wie lange wir noch warten müssen und wie viele Opfer es noch geben wird, bis es soweit ist. Das ist das Einzige, was allen Ukrainer:innen jetzt Sorgen macht.

Der ukrainische Präsident fordert weiter vom sogenannten Westen, die Ukraine mit mehr Waffen auszustatten. Denn auch Expert:innen unterstreichen: Die bisherigen Lieferungen erlauben es der Ukraine, sich gegen den russischen Angriff zu verteidigen - nicht aber eine Offensive zu planen, mit der sie Gebiete, die von Putins Truppen eingenommen wurden, zurückerobern können.

Boris ist Makler, er erklärt das Dilemma: "Einerseits brauchen wir mehr Waffen, damit der Krieg so schnell wie möglich endet, aber je mehr Waffen es gibt, desto mehr Feindseligkeiten wird es geben, das ist ein Teufelskreis, ein zweischneidiges Schwert".

Alla Valentinovna hat in ihrem Leben schon andere schwierige Zeiten durchgemacht, doch ein Jahr Krieg sei hart, sagt sie. "Man kann das nicht mit einem friedlichen Leben vergleichen. Aber es gibt das Leben, und so wie der Frühling kommt, so wird auch der Sieg kommen. Denn das Gute siegt immer."

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