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The Cube: Hat die Gendarmerie Rettungseinsätze verhindert?

Sicherheitskraft in Sainte-Soline am 26. März 2023
Sicherheitskraft in Sainte-Soline am 26. März 2023 Copyright Jeremias Gonzalez/Copyright 2023 The AP. All rights reserved.
Copyright Jeremias Gonzalez/Copyright 2023 The AP. All rights reserved.
Von Sophia KhatsenkovaEuronews
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Angehörige zweier im Koma liegenden Demonstrierenden haben Anzeige gegen die Gendarmerie erstattet. Der Vorwurf: versuchter Mord. Die juristische Aufarbeitung könnte sich mühsam gestalten.

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Der Besuch des französischen Präsidenten Emmanuel Macron in den Alpen an diesem Donnerstag fand vor dem Hintergrund anhaltender Streiks gegen die umstrittene Rentenreform der Regierung sowie gewalttätiger Proteste gegen den geplanten Bau von Wasserreservoirs in Hunderten von Orten in ganz Frankreich statt.

Die französischen Demonstrierenden wurden aufgerufen, sich am Donnerstagabend im ganzen Land zu versammeln, um ihrer Wut über die eskalierenden Zusammenstöße Ausdruck zu verleihen.

Am Samstag versammelten sich mehr als 25 000 Menschen in dem ländlichen Ort Sainte-Soline im Südwesten Frankreichs, um gegen den Bau dieser so genannten Megabecken zu protestieren, die den bereits ausgetrockneten Flüssen und der Artenvielfalt in der Region schaden würden.

Mehr als 200 Verletzte

Der Protest wurde schnell von Gewalt überschattet, und mehr als 200 Demonstranten wurden verletzt, einigen von ihnen schwer.

Eine Person verlor ein Auge, nachdem sie von einem von den Ordnungskräften abgefeuerten Projektil getroffen wurde, und zwei weitere Männer lagen nach Angaben der Organisatoren der Proteste am Donnerstagabend immer noch im Koma.

Die große Kontroverse besteht nun darin, ob die Ordnungskräfte das Eingreifen des Rettungsdienstes behindert haben.

In einer Aufnahme, die von der französischen Zeitung Mediapart in Zusammenarbeit mit der Menschenrechtsliga veröffentlicht wurde, ist ein Telefongespräch zwischen einem Anwalt und einem Notarzt zu hören. Der Notarzt erklärt, dass aufgrund einer Anordnung der Ordnungskräfte weder Hubschrauber noch Krankenwagen die Zone betreten können.

Die nationale Gendarmerie behauptet, diese Anschuldigungen seien Fake News. Auf Twitter betonte sie, sie habe bei den Evakuierungen geholfen und ihr medizinisches Team habe verletzte Demonstranten versorgt.

In einem Bericht über die Zusammenstöße vom Samstag bezeichnete der Generaldirektor der nationalen Gendarmerie, einer Abteilung der Streitkräfte, den Einsatz von Gewalt als "verhältnismäßig".

Unterdessen reichten die Eltern der beiden im Koma liegenden Männer am Mittwoch Klage ein und beschuldigten die Strafverfolgungsbehörden des "versuchten Mordes".

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