Kampf um Bachmut: Wagner-Anführer Prigoschin erhöht Druck auf russische Armee

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Im Kampf um Bachmut hat Wagner-Anführer Prigoschin den Druck auf die russische Armee erhöht. Warum?

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Euronews-Mitarbeiterin Sasha Vakulina berichtet über den Stand der Dinge im Kampf um die ukrainische Stadt Bachmut.

„Das britische Verteidigungsministerium sagt: Es besteht die realistische Möglichkeit, dass Russland die Truppenstärke verringert hat und die Angriffe um Donezk zurückgefahren hat, um höchstwahrscheinlich Kräfte in den Raum Bachmut zu verlegen, wo die russischen Streitkräfte auch den Einsatz schwerer Artillerie und Luftangriffe verstärken, so der Befehlshaber der ukrainischen Bodentruppen.

Eisenbahntrasse im Blickpunkt

Laut britischem Verteidigungsministerium verläuft die Front in Bachmut weitgehend entlang der Haupteisenbahnstrecke. Die Ukraine hält Russland von der Einkreisung im Süden an der Korsunskovo-Straße ab. Es ist die alte Hauptstraße westlich der Stadt.

Nach Angaben des Instituts für Kriegsstudien zeigen geolokalisierte Aufnahmen, die am 16. April veröffentlicht wurden, dass die Kräfte der Wagner-Gruppe nördlich der Strecke Kostyantynivka-Chasiv Yar-Bachmut entlang der Bahntrasse Richtung Bachmut vorgerückt sind. Der Befehlshaber der ukrainischen Bodentruppen sagte, dass die ukrainischen Soldaten hätten dem Feind erhebliche Verluste zugefügt, man verlangsame dessen Angriffe.

Für beide Seiten ist die genaue Abfolge eines größeren Rückzugs ihrer Einheiten um Bachmut zu einer entscheidenden Frage geworden. Die Ukraine möchte Angriffskraft freisetzen, während Russland wahrscheinlich eine operative Reserve aufbauen möchte.

Wagner-Anführer Prigoschin in Putins Gunst gestiegen?

Der Anführer der Wagner-Gruppe Jewgeni Prigoschin hat versucht, die langsamen Vorstöße in Bachmut zu rechtfertigen, wohl um Druck auf das russische Verteidigungsministerium auszuüben, damit es Wagner fortlaufend und ausreichend mit Artilleriegranaten versorgt.

Nach Angaben des ISW scheint Prigoschin wieder in der Gunst des russischen Präsidenten Wladimir Putin gestiegen zu sein.Wahrscheinlich wegen der Unfähigkeit der russischen Armee, die Aufgaben zu erfüllen, die Putin während der Winteroffensive im Donbass gestellt hatte."

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