The Big One: 4 Tage Klimaprotest in London, Marathon bleibt verschont

Bunter Klimaprotest vor dem britischen Parlament
Bunter Klimaprotest vor dem britischen Parlament Copyright AP Photo/Kin Cheung
Von Euronews mit AFP/AP
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The Big One ist ein viertägiger Klimaprotest von Extinction Rebellion und anderen NGOs in London. Der am Sonntag stattfindende Marathonlauf soll nicht gestört werden. Die Klimaaktivisten fordern den Ausstieg aus fossilen Projekten.

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The Big One ist ein viertägiger Klimaprotest von Extinction Rebellion und anderen NGOs in London. Der am Sonntag stattfindende Marathonlauf soll nicht gestört werden. Die Klimaaktivistin fordern den Ausstieg aus fossilen Projekten.

Mit einem lautstarken Trommel-Konzert haben Londoner Klimaaktivist:innen einen viertägigen Klimaprotest eingeläutet.

"The Big One" heißt der Protestmarathon Regierungsviertel und vor dem Parlament, organisiert von Extiction Rebellion und anderen Umweltschutzorganisationen rund um den diesjährigen Earth Day.

Ein familienfreundliches Event soll es werden - ohne nennenswerte Störaktionen. Weswegen auch am Sonntag stattfindende Marathonlauf verschont werden soll.

Zum Jahreswechsel hatte die Gruppe Extinction Rebellion, die in Großbritannien vor Jahren durch Blockaden bekannt geworden war, einen Strategiewechsel angekündigt. Man wolle sich nicht mehr festkleben oder blockieren, sondern breitere Massen zum Protest mobilisieren.

Nach Angaben der Organisatoren geht es an diesem Wochenende jedoch vor allem darum, einen einladenden Raum für die Menschen zu schaffen, in dem sie ungestört gegen die Klimakrise protestieren können, so eine Sprecherin von XR. 

"Es geht nicht darum zu stören, sondern darum, mehr Menschen und größere Gruppen zusammenzubringen - Gewerkschaften, Gruppen für soziale Gerechtigkeit, Umweltgruppen, von denen einige noch nie zuvor zusammengearbeitet haben. Die Menschen müssen sich nicht an irgendetwas binden, sie können einfach kommen und sich uns anschließen."

Konkrete Forderungen an die britische Regierung gibt es aber auch samt Ultimatum: Keine neuen Lizenzen mehr für fossile Projekte und die Einberufung von "Notstands-Bürgerversammlungen" um den Ausstieg aus der fossilen Brennstoff-Ära voranzutreiben.

Sollte die Regierung nicht bis Montag um 17 Uhr auf die Forderungen eingehen, werde ein "beispielloser" ziviler Ungehorsam folgen.

Das Protestwochenende von XR ist nur eines von zahlreichen Kampagnen rund um den Earth Day weltweit gestartet werden.

In Italien hat Ultima Generazione am Dienstag eine Aktionswoche begonnen, bei der Straßen blockiert und Störungen verursacht werden sollen mit ähnlichen Taktiken wie bei bei der britischen Schwesterorganisation "Just Stop Oil". In Neuseeland startete "Restore Passenger Rail" eine Reihe von Aktionen. Und in New York werden am Samstag unter dem Motto Rave Revolution störende Klimastraßenproteste erwartet.

Große Proteste solle es auch in Frankreich geben. Dort hat die Bewegung Les Soulèvements de la Terre, ein Zusammenschluss von Umweltgruppen, die sich im letzten Monat heftige Kämpfe mit der Polizei um ein neues Stauseeprojekt lieferte, zu einem Protestcamp nahe Toulouse aufegerufen - am Standort eines geplanten Straßenbauprojekts.

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