Ukraine bestreitet Drohnenangriff auf Kreml, Videos sollen Abschuss zeigen

Der Kreml in Moskau, 3. Mai 2023
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Moskau behauptet, Kiew habe Drohnen in Richtung Kreml geschickt, um Staatspräsident Wladimir Putin zu töten. Die Ukraine sagt, das Land habe kein Interesse an solch einem Anschlag.

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Nach einem angeblichen Drohnenangriff auf das Gelände des Kreml sind in den sozialen Medien Videos aufgetaucht, die deren Zerstörung zeigen sollen. Die auf Twitter verbreiteten Aufnahmen konnten zunächst nicht verifiziert werden. Die Quelle war vorerst unklar. Russland behauptet, die Ukraine stecke hinter den behaupteten Angriffen. Das ukrainische Militär habe versucht, Staatspräsident Wladimir Putin zu töten.

Kreml-Sprecher Dmitri Peskow gab an, Putin habe sich zum Zeitpunkt des angeblichen Angriffs nicht im Kreml befunden.

Ukraine bestreitet Angriff auf Kreml

Kiew hat jede Beteiligung an einem Angriff auf den Kreml zurückgeweisen. Mykhaylo Podolyak, Berater von Präsident Wolodymyr Selenskyj, sieht hinter den Vorwurfen den Versuch Russlands, zukünftige Angriffe auf ukrainische Zivilisten zu rechtfertigen. In einer Videobotschaft sagte er:

"Was die Drohnen über dem Kreml angeht, ist alles ziemlich offensichtlich, aber ich äußere mich dennoch. Zunächst einmal hat die Ukraine nichts damit zu tun, denn in einem solchen Angriff läge kein militärischer Vorteil."

Moskaus Taktik vor "Tag des Sieges" am 9. Mai?

Beobachter vermuten, dass es sich auch um einen Schlag russischer Kräfte gegen den durch den Krieg geschwächten Zirkel um Putin handeln könnte. Auch sei der Zeitpunkt auffällig. In wenigen Tagen, am 9. Mai, wird in Russland der Sieg der Sowjetunion über das nationalsozialistische Deutschland im Jahr 1945 gefeiert. Seit 2015 dient der "Tag des Sieges" auch zur Legitimation des Krieges gegen die Ukraine. Denn bereits im Jahr 2014 hatte Russland völkerrechtswidrig die ukrainische Halbinsel Krim annektiert.

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