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Tauchboot hat nur noch Sauerstoff für einen Tag: US-Küstenwache verstärkt Suchkräfte

Seit Sonntagvormittag vermisst: das Tauchboot Titan
Seit Sonntagvormittag vermisst: das Tauchboot Titan Copyright OceanGate Expeditions via AP
Copyright OceanGate Expeditions via AP
Von Euronews & Phillip Crowther
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Fünf Sucheinheiten sind an der Wasseroberfläche im Einsatz, in den nächsten 24 bis 48 Stunden sollen fünf weitere hinzukommen. Auch die Anzahl der ferngesteuerten Unterwasserfahrzeuge soll bis Donnerstagmorgen erhöht werden.

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Seit vergangenem Sonntag wird das Tauchboot Titan mit fünf Menschen an Bord auf dem Weg zum Wrack der "Titanic" vermisst. Die Suchbemühungen laufen auf vollen Touren, doch das Zeitfenster für eine mögliche Rettung schließt sich. Der Sauerstoff reicht nur noch bis Donnerstagmorgen.

Zwar wurden Klopfgeräusche geortet. Doch der Verbleib der Titan ist weiter unbekannt. 

"Die amerikanische Küstenwache hat bestätigt, dass ein Geräusch zu hören war. Es besteht also ein wenig Hoffnung, dass die fünf vermissten Männer lebend gefunden werden könnten", berichtet Euronews-Korrespondent Phillip Crowther.

"Es handelte sich um ein kanadisches Militärüberwachungsflugzeug, das im Rahmen dieser Operation in einem abgelegenen Teil des Nordatlantik Unterwassergeräusche aufspürte.

Alle 30 Minuten knallende Geräusche in der Umgebung

Suchteams brachten einen Unterwasserroboter in dieses Gebiet. Diese Bemühungen haben bislang keine Ergebnisse gebracht, werden aber fortgesetzt, so die Worte der hier in Boston stationierten Küstenwache, die diese komplexe Rettungsmission leitet.

Das Magazin Rolling Stone hatte zuvor interne Emails der US-Regierung zitiert, in denen es heißt, dass Teams alle 30 Minuten knallende Geräusche in der Umgebung gehört hätten.

Laut Schätzungen sind nur noch Sauerstoffreserven für einen Tag übrig, sollte das Tauchboot noch funktionstüchtig sein.

Und es bleibt die Frage, wie die Teams das verlorene U-Boot überhaupt erreichen können. Es könnte sich bis zu etwa 3.800 Meter unter der Wasseroberfläche in der Nähe des Wracks der Titanic befinden.

Mittlerweile sind immer mehr internationale Schiffe und Flugzeuge auf dem Weg in das Suchgebiet. Es gibt auch Bestrebungen, Bergung Ausrüstung in die Gegend zu bringen, falls die Titan gefunden werden sollte."

Auch Zahl der ferngesteuerten Unterwasserfahrzeuge wird erhöht

Die US-Küstenwache hat die Zahl der Einsatzkräfte verstärkt. Derzeit seien fünf Einheiten an der Wasseroberfläche im Einsatz, so der Koordinator der US-Küstenwache für die Operation, Jamie Frederick. In den nächsten 24 bis 48 Stunden würden fünf weitere hinzukommen. Auch die Anzahl der ferngesteuerten Unterwasserfahrzeuge, von denen bislang zwei im Einsatz seien, werde bis Donnerstagmorgen (Ortszeit) erhöht.

Frederick betonte, dass es sich nach wie vor um einen Such- und Rettungseinsatz handle. "Dies ist ein Such- und Rettungseinsatz, zu 100 Prozent", antwortete er auf die Frage, ob die Küstenwache den Einsatz als Rettungs- oder mittlerweile eher als Bergungseinsatz betrachte. 

Man werde weiterhin alle zur Verfügung stehenden Mittel einsetzen, um die "Titan" und ihre Besatzung zu finden. Er dankte auch für die internationale Unterstützung, unter anderem aus Kanada, Großbritannien und Frankreich.

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