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Seltener Streik in der Schweiz: Genfer Flughafen lahmgelegt

Der Genfer Flughafen (Archivfoto)
Der Genfer Flughafen (Archivfoto) Copyright Salvatore Di Nolfi/AP
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Von Euronews
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Es ging um ein Lohnmodell, das die Geschäftsführung des Genfer Flughafens quasi hinter dem Rücken der Belegschaft verabschiedet hat. Das rief die Gewerkschaft USS auf den Plan. Mit schweren Folgen für Reisende ausgerechnet zum Ferienbeginn.

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Lange Gesichter am Genfer Flughafen angesichts Dutzender annullierter Flüge auf den Bildschirmen. Der Streik des Personals der Kundenbetreuung am Genfer Flughafen hat den Flugverkehr an diesem Freitag stundenlang lahmgelegt. Strittig ist ein neues Lohnmodell für das Bodenpersonal, das die Geschäftsführung des Flughafens bereits abgesegnet hatte.

Mindestens 138 Flüge wurden annulliert und es kam zu zahlreichen Verspätungen. Die Streikenden machten vor Ort lautstark auf ihre Anliegen aufmerksam. Von den Maßnahmen sind rund tausend Beschäftigte vor allem im Sicherheitsbereich betroffen.

Pierre-Yves Maillard, Präsident der Gewerkschaft USS, sagte auf dem Flughafen: "Sehen Sie, was im Moment überall passiert, ist ein Anstieg der Kosten für die Arbeitnehmer, mit Mieten, Gesundheitsprämien, Inflation natürlich, die Preise steigen. Wir haben immer mehr Schwierigkeiten, die Löhne an die Lebenshaltungskosten anzupassen. Wenn man in einem solchen Kontext Gehaltsmechanismen angreift und sie senkt, während das Unternehmen Gewinne macht, ruft das natürlich Widerstand hervor, und die Mitarbeiter haben keine andere Lösung."

Nach stundenlangen Verhandlungen einigten sich die Parteien. Das strittige Lohnmodell soll jetzt erst 2025 eingeführt werden. Der Flughafenbetreiber gab bekannt, dass der Flugverkehr ab Samstag wieder planmäßig laufen werde.

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