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Dritter Vulkan innerhalb von drei Jahren auf Island ausgebrochen

Vulkan auf Island
Vulkan auf Island Copyright 10 juillet 2023
Copyright 10 juillet 2023
Von Euronews mit dpa
Zuerst veröffentlicht am
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Es ist der dritte Vulkan innerhalb von drei Jahren, der jetzt in der Nähe der isländischen Hauptstadt Reykjavik ausgebrochen ist. Die Bewohner:innen kennen das Naturspektakel mittlerweile ganz gut und bleiben gelassen.

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Es ist der dritte Vulkan innerhalb von drei Jahren, der jetzt in der Nähe der isländischen Hauptstadt Reykjavik ausgebrochen ist. Die Bewohner:innen kennen das Naturspektakel mittlerweile ganz gut und bleiben gelassen.

Die Eruption begann am Montagnachmittag rund 30 Kilometer von der Hauptstadt  entfernt. Dort, auf der Halbinsel südwestlich von Reykjavik, waren bereits in den beiden Vorjahren Vulkane ausgebrochen. 

Lokale Medien zeigten eine massive Rauchwolke sowie einen großen Lavastrom. Mittlerweile habe sich eine gut 900 Meter lange Erdspalte aufgetan, die Lava fließe deutlich schneller als bei den vorherigen Ausbrüchen in der Gegend.

Keine Störungen des Flugverkehrs zu befürchten

Zuvor hatten Erdbeben das Land erschüttert. In der Woche davor waren in dem Gebiet Tausende kleiner Erdbeben registriert worden. Sie deuteten auf Bewegungen des Magmas unter der Erde hin und kündigten an, dass ein Ausbruch unmittelbar bevorstand.

Wie lange das erneute Naturschauspiel diesmal zu sehen sein wird, ist unklar. Störungen des Flugverkehrs seien nicht zu befürchten, teilte die isländische Regierung mit.

Die Eruption sieht nicht so aus, wie sich viele Menschen einen klassischen Vulkanausbruch vorstellen: Statt eines massiven Lavastroms, der aus einem kegelförmigen Vulkan in die Luft schießt, sprudelte die Lava vielmehr aus einem länglichen Erdspalt hervor. Diese Art von Ausbruch wird auch als Spalteneruption bezeichnet. Sie führt in der Regel nicht zu großen Explosionen oder riesigen Aschesäulen.

Wetterbehörde warnt vor gefährlicher Gasbildung

Die Wetterbehörde warnte vor starker und gefährlicher Gasbildung, die sich bis in die Hauptstadtregion erstrecken könnte. Reisende sollten das Vulkangebiet meiden, bis Experten die Bedingungen vor Ort beurteilt hätten. Die beiden Ausbrüche 2021 und 2022 hatten viele Vulkanologen, aber auch Wanderer und Touristen angezogen.

Während Reykjavik der wesentliche Ballungsraum der Nordatlantik-Insel mit ihren knapp 390.000 Einwohnern ist, leben auf der Reykjanes-Halbinsel relativ wenige Menschen. Die Gefahr für Wohngegenden und wichtige Infrastruktur werde als gering betrachtet, teilte die isländische Regierung mit. Auch die internationalen Flugkorridore blieben geöffnet.

Im Frühjahr 2010 hatte das noch ganz anders ausgesehen: Ein großer Vulkanausbruch katapultierte Island damals schlagartig auf die Titelseiten internationaler Medien. Der Ausbruch des schwer aussprechbaren Vulkangletschers Eyjafjallajökull stürzte den internationalen Flugverkehr damals über Tage ins Chaos.

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