5 Tage ohne Lebenszeichen: Suche nach Emile (2) offiziell eingestellt

Polizisten bei der Suche nach Emile am 10. Juli 2023
Polizisten bei der Suche nach Emile am 10. Juli 2023 Copyright NICOLAS TUCAT/AFP or licensors
Von Euronews mit AFP, dpa
Diesen Artikel teilenKommentare
Diesen Artikel teilenClose Button
Den Link zum Einbetten des Videos kopierenCopy to clipboardCopied

Die Suche nach dem zweijährigen Emile ist in Südfrankreich eingestellt worden, aber trotzdem nahm heute ein Großaufgebot von Einsatzkräften eine Straße in dem Gebiet genau unter die Lupe. Wahrscheinlich dient die Maßnahme der Suche nach weiterführenden Indizien in dem mysteriösen Fall.

WERBUNG

Frankreich bangt weiterhin um das Schicksal des kleinen Emile. Die großangelegte Suche nach dem Zweijährigen ist von den Behörden eingestellt worden. Emile wurde zuletzt Samstagabend in dem kleinen Bergdorf Le Vernet in Südfrankreich gesehen, wor er bei seinen Großeltern Urlaub machte. 

Die 120-Seelen-Gemeinde war für die Dauer der Suchaktion abgesperrt worden. An der Suche beteiligten sich hunderte Einsatzkräfte und Freiwillige. Doch auch Spürhunde nahmen keine Fährte von Emile auf.

Eine 25-köpfige Sonderkommission soll nun mit weiteren technischen und wissenschaftlichen Mitteln den Fall untersuchen und die über tausend Zeugenhinweise auswerten.

Als erste Maßnahme nahmen Dutzende Einsatzkräfte an diesem Donnerstag eine 1,8 Kilometer lange Straße inklusive der beiden zehn Meter breiten Seitenstreifen genauer unter die Lupe. Die Straße führt von Le Vernet in den Weiler Haut-Vernet.

Die Ermittlungen seien nun in eine Phase der Analyse der gesammelten Elemente getreten, erklärte die zuständige Staatsanwaltschaft in Digne-les-Bains am Mittwoch gegenüber France Télévisions.

Das Dorf war 2015 Schauplatz der Germanwings-Tragödie

Das Schicksal von Emile bewegt viele Französinnen und Franzosen. Die Berichte über sein Verschwinden füllen ganze Zeitungsseiten und beherrschen die Schlagzeilen.

Das Dorf Le Vernet schrieb im Jahr 2015 schon einmal traurige Schlagzeilen. Ein deutscher Co-Pilot brachte eine Germanwings-Passagiermaschine in der Nähe des Ortes offenbar gezielt zum Absturz. Alle 150 Menschen an Bord kamen ums Leben.

Französische Behörden sind überzeugt, dass es sich bei der Tragödie um einen erweiterten Selbstmord des Co-Piloten handelte. Er soll psychisch krank gewesen sein.

Diesen Artikel teilenKommentare

Zum selben Thema

Sudan-Konflikt: Drei Millionen Flüchtlinge in drei Monaten

Frankreich verbietet Feuerwerk zum Nationalfeiertag

"Wir sind keine Helden" - Frankreich trauert um letzten D-Day-Veteran