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Horror-Brand in Berlin - Rettung verfehlt: Zwei Menschen springen aus 12. Stock in den Tod

Beim Sprung aus dem Fenster ihrer brennenden Wohnung sind ein Mann und eine Frau in Berlin ums Leben gekommen
Beim Sprung aus dem Fenster ihrer brennenden Wohnung sind ein Mann und eine Frau in Berlin ums Leben gekommen Copyright Annette Riedl/(c) Copyright 2023, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
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Von Euronews mit AP
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Weil das Rettungstuch der Feuerwehr noch nicht ausgebreitet war, sind ein Mann und eine Frau in Berlin-Kreuzberg aus ihrer brennenden Wohnung im 12. Stock in den Tod gesprungen.

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In dem 15 Etagen hohen Hochhaus in Berlin-Kreuzeberg hat es nach Angaben der Berliner Zeitung schon zuvor gebrannt. Damals hatte es ein Problem mit der Elektrizität gegeben. Als die Feuerwehr am Freitagnachmittag in der Lindenstraße ankommt, tobt das Feuer hinter laut rufenden Menschen an einem Fenster.

Noch bevor die Feuerwehr das Rettungstuch vor dem Gebäude richtig ausbreiten kann, stürzen sich eine Frau und dann ein Mann aus dem Fenster. Die Feuerwehr hatte versucht, die Stelle auf dem Boden vor der Wohnung abzusichern. Doch bei einem Sprung aus dem 12. Stock ist das schwierig.

30 Meter Höhe: "die Grenzen des Möglichen des Rettungsgeräts"

"So ein Sprungpolster heißt bei uns 'SP16'. Es ist für bis zu 16 Meter geeignet", erklärt James Klein von der Berliner Feuerwehr dem RBB. "Auch eine Drehleiter hat eine Mindesthöhe. Wenn man hier schaut, war der Brand im zwölften Obergeschoss. Das sind über 30 Meter. Da kommt man irgendwann an die Grenzen des Möglichen eines Rettungsgerätes".

Eine dritte Person wurde problemlos über das Treppenhaus in Sicherheit gebracht.

Ein Augenzeuge berichtete, zuerst sei die Frau gesprungen, der Mann habe sich zunächst noch an den Balkon geklammert. Diese Schilderung hat die Feuerwehr am Sonntag als falsch dementiert: die vom Brand betroffene Wohnung habe gar keinen Balkon.

Für die Berliner Feuerwehr war der Einsatz mit erfolglosen Wiederbelebungsversuchen eine schwierige Situation. Die Einsatzkräfte gedachten gemeinsam der beiden Verstorbenen.

Auch für die Menschen, die das schreckliche Geschehen miterlebt haben, wird psychologische Hilfe angeboten.

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