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"Poor Things" ist ein früher Spitzenkandidat für die Oscarverleihung

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Von David MouriquandEuronews
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Wir hatten ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen "Poor Things" und "Green Border" um den Hauptpreis vorausgesagt. Und beide erhielten wichtige Auszeichnungen, Hollands beeindruckender Film den Spezialpreis der Jury.

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Kritiker sprechen schon jetzt von einem Meisterwerk. Auch unser Kulturreporter, David Mouriquand, war sofort angetan vom diesjährigen Mostra-Sieger. Werfen wir gemeinsam mit ihm einen Blick auf die Internationalen Filmfestspiele von Venedig.

"Die Jury unter der Leitung des amerikanischen Filmemachers Damien Chazelle hat den begehrten Goldenen Löwen an Yorgos Lanthimos "Poor Things" verliehen. 

Der Film, der auf dem gleichnamigen Roman basiert, war in diesem Jahr ein früher Spitzenreiter auf dem Lido, ebenso wie Agnieszka Hollands "Green Border", ein erschütterndes Einwanderungsdrama. 

"Poor Things" war der am besten bewertete Film des Wettbewerbs

Wir hatten ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen "Poor Things" und "Green Border" um den Hauptpreis vorausgesagt. Und beide erhielten wichtige Auszeichnungen, Hollands beeindruckender Film den Spezialpreis der Jury.

"Poor Things" war der am besten bewertete Film des Wettbewerbs mit einem Durchschnitt von 4,24 / 5, dicht gefolgt von Evil Does Not Exist (3,80 / 5) und Agnieszka Hollands Green Border (3,76 / 5).

Die vorherige Venedig-Premiere des Regisseurs, "The Favourite", schaffte 2018 das seltene Kunststück, gleich zwei Auszeichnungen zu erhalten: den Großen Preis der Jury und die Coppa Volpi für die beste Schauspielerin Olivia Coleman. 

Der Film erhielt danach neun Oscar-Nominierungen, darunter für den besten Film und die beste Regie. Und Coleman holte dann tatsächlich  den Oscar für die beste Schauspielerin.

Da das Festival in Venedig in der Preisverleihungssaison als Königsmacher gilt. ist davon ausgehen, dass "Poor Things" und "Green Border" sehr frühe Spitzenkandidaten für die diesjährige Oscarverleihung sein werden."

Eine scharfe Anklage an die EU-Migrationspolitik

 "Green Border" war einer der meistbesprochenen Filme des Festivals. Er befasst sich mit der Migrationskrise an der polnisch-belarussischen Grenze in den vergandenen zwei Jahren und ist eine scharfe Anklage an die EU-Migrationspolitik und eine Erinnerung daran, dass immer noch viele Menschen an Europas Grenzen sterben.

Migranten aus dem Nahen Osten und Afrika sind Spielfiguren in einem geopolitischen Patt, und der Film wirft einen kritischen Blick auf die Art und Weise, wie Polens Sicherheitsdienste Menschen zurückdrängen, die von Belarus, einem Verbündeten Russlands, an die Grenze gelockt wurden.

Er stellt auch wichtige Fragen über kollektive Verantwortung und Untätigkeit in Europa. "Wir widmen diesen Preis den Aktivisten", schloss Holland auf der Bühne während der Preisverleihung in einer bewegenden Rede.

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