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Allein in Derna 20.000 Tote befürchtet: "Überall sind Leichen"

Ein Überlebender der Überschwemmungen in Derna steht zwischen den Trümmern zerstörter Häuser
Ein Überlebender der Überschwemmungen in Derna steht zwischen den Trümmern zerstörter Häuser Copyright Yousef Murad/Copyright 2023 The AP. All rights reserved.
Copyright Yousef Murad/Copyright 2023 The AP. All rights reserved.
Von Euronews mit dpa, AP
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Nach den Überschwemmungen in Libyen geht die Bergung von tausenden Leichen weiter. Zehntausende Tote werden befürchtet. Die internationale Hilfe läuft inzwischen an.

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Wenige Tage nach den verheerenden Überschwemmungen in Libyen suchen die Einsatzkräfte immer noch nach Leichen unter den Trümmern. Die Hoffnung, noch Überlebende zu finden, ist verschwindend gering.

Inzwischen spricht die Verwaltung im Osten des Landes von über 5000 Todesopfern. Der Bürgermeister der schwer betroffenen Küstenstadt Derna sagte im Sender Al-Arabiya, dort könnte es bis zu 20,000 Tote geben.

Nahe Derna, wo bisher 100,000 Menschen lebten, brachen zwei Dämme. Die Wassermassen spülten ganze Stadtviertel ins Meer. "Diese ganze Stadt wurde vernichtet. Es gibt immer noch Opfer unter den Trümmern. Einige sind im Meer", Mohamed Salem, ein Anwohner. "Die Leichen werden in Massengräbern verscharrt, weil die Friedhöfe voll sind. Sollte ich Ausländer und Europäer noch um Hilfe bitten? Sie sehen es ja selbst, in welcher Lage wir uns befinden."

"Überall sind Leichen; In Häusern, auf der Straße, im Meer. Wohin man auch geht, man findet tote Männer, Frauen und Kinder“, sagte Emad al-Falah, ein Helfer aus Bengasi. "Ganze Familien sind verloren."

Internationale Hilfe

Indes ist die internationale Hilfe angelaufen. Jordanien hat am Mittwoch ein Flugzeug mit Hilfsgütern nach Libyen geschickt. Unterstützung kommt auch von anderen Ländern, wie Deutschland. Das deutsche Technische Hilfswerk (THW) brachte Hilfslieferungen auf den Weg. Es handelt sich um 100 Zelte mit Beleuchtung, 1000 Feldbetten, 1000 Decken, 1000 Isomatten und 80 Stromgeneratoren.

Die Europäische Union hat ihr Katastrophenschutzverfahren aktiviert und koordiniert Hilfsangebote aus verschiedenen EU-Ländern. Ebenfalls ist ein Team der Vereinten Nationen vor Ort. Libyen hatte ein internationales Hilfeersuchen gestellt.

Der Sturm "Daniel", der zuvor auch in Griechenland schwere Überschwemmungen verursacht hatte, erreichte Libyen am Wochenende. Neben Derna sind andere Städte wie Al-Bayda, Mardsch und Susa betroffen. Etwa 10,000 Menschen gelten als vermisst.

UNICEF und UNO-Flüchtlingshilfe e.V. rufen zu Spenden auf.

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