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Armenisch-aserbaidschanischer Friedensgipfel in Grenada

Ein aserbaidschanischer Polizist verteilt Nahrung in Berg-Karabach am 22.9.2023
Ein aserbaidschanischer Polizist verteilt Nahrung in Berg-Karabach am 22.9.2023 Copyright AP/Azerbaijani Interior Ministry press service
Copyright AP/Azerbaijani Interior Ministry press service
Von Euronews mit AP, dpa
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Nach dem militärischen Erfolg Aserbaidschans über die armenischen Milizen in Berg-Karabach soll es in Grenada um die Unterzeichnung eines Friedensvertrags zwischen Armenien und Aserbaidschan gehen.

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Armeniens Ministerpräsident Nikol Paschinjan und Aserbaidschans Statspräsident Ilham Alijew wollen sich am 5. Oktober im südspanischen Granada treffen. Dies teilte der armenische Sicherheitsrat am Sonntag mit.

An diesem Treffen, bei dem es um die Unterzeichnung eines Friedensvertrags zwischen beiden Ländern geht, werden auch die Staats- und Regierungschefs Frankreichs und Deutschlands sowie die Präsidentin der Europäischen Kommission teilnehmen.  

Nach der Kapitulation der armenischen Milizen in Berg-Karabach fürchten zehntausende armenische Zivilisten, vertrieben oder unterdrückt zu werden. Aserbaidschan kündigte an, die Armenier in der Region wie alle anderen aserbeidschanischen Staatsbürger  behandeln zu wollen.

Vor den Vereinten Nationen hatte der armenische Außenminister der internationalen Gemeinschaft Untätigkeit vorgeworfen. Bei der Generaldebatte in New York forderte Ararat Mirsojan am Samstag erneut eine UN-Mission zur Überwachung der Sicherheitslage vor Ort. 

Mirsojan sagte, die Menschen dort hätten in den vergangenen Monaten vergeblich auf Hilfe gehofft: "Armenien hat die internationale Gemeinschaft wiederholt aufgefordert, konkrete und praktische Maßnahmen zu ergreifen, einschließlich der Entsendung einer behördenübergreifenden UN-Bedarfsanalyse- und Erkundungsmission nach Berg-Karabach." 

Aserbaidschan wirbt für Koexistenz

Der aserbaidschanische Außenminister Jeyhun Bayramov unterstrich in New York die Gesprächsbereitschaft seines Landes und warb für eine Koexistenz: "Wir sind nach wie vor der festen Überzeugung, dass es für Aserbaidschan und Armenien eine historische Chance gibt, gutnachbarschaftliche Beziehungen aufzubauen und als zwei souveräne Staaten innerhalb international anerkannter Grenzen in Frieden nebeneinander zu existieren."

Am vergangenen Dienstag hatte das autoritär geführte Aserbaidschan eine Militäroperation zur Eroberung der Region gestartet. Nur einen Tag später ergaben sich die unterlegenen Karabach-Armenier.

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