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Inhaftierter Mäzen Osman Kaval bekommt Havel-Preis für Menschenrechte

Osman Kaval sitzt seit 2022 im Gefängnis
Osman Kaval sitzt seit 2022 im Gefängnis Copyright  HANDOUT/AFP
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Von Euronews mit dpa
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Mäzen Osman Kavala ist in Straßburg mit dem renommierten Václav-Havel-Preis ausgezeichnet worden.

Der türkische Kulturförderer Osman Kavala ist mit dem Václav-Havel-Preis des Europarats ausgezeichnet worden, allerdings sitzt er seit 2017 in Haft. 

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Kavalas Frau las bei der Verleihung einen Brief ihres Mannes aus dem Gefängnis vor. Er widme den Preis seinen Mitbürgern, die zu Unrecht in Haft säßen, schrieb Kavala. Er stammt aus einer Unternehmerfamilie und förderte zahlreiche zivilgesellschaftliche Projekte in der Türkei. Er ist Gründer der Organisation Anadolu Kültür.

Der 66-Jährige war im April 2022 für seine Aktivitäten im Zusammenhang mit den regierungskritischen Gezi-Protesten zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden, ein Urteil, das international scharf kritisiert wurde. 

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR), ein Organ des Europarats, hat mehrfach Kavalas Freilassung gefordert. 

Die Türkei bezeichnete die Verleihung eines europäischen Preises an den inhaftierten Oppositionspolitiker als "inakzeptabel".

Die Parlamentarische Versammlung des Europarats vergibt den renommierten Vaclav-Havel-Preis seit 2013 an Menschen, die sich für Menschenrechte engagieren. Der Preis ist mit 60.000 Euro dotiert.

Der Europarat mit Sitz in Straßburg wacht über die Menschenrechte in seinen Mitgliedsländern und ist kein Organ der Europäischen Union.

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