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Mögliche Sabotage an Gas-Pipeline in neuem Nato-Land Finnland

Mehrere Nato-Verbündete sprachen Finnland und Estland Unterstützung aus.
Mehrere Nato-Verbündete sprachen Finnland und Estland Unterstützung aus. Copyright Jussi Nukari/Lehtikuva via AP
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Von Euronews mit dpa
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Sowohl Finnlands Präsident Sauli Niinistö als auch Ministerpräsident Petteri Orpo haben nicht offen von Sabotage gesprochen oder gar Russland verdächtigt. Beide sprachen aber von "äußerer Aktivität".

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Sowohl Finnlands Präsident Sauli Niinistö als auch Ministerpräsident Petteri Orpo haben nicht offen von Sabotage gesprochen oder gar Russland verdächtigt. Beide sprachen aber von "äußerer Aktivität".

Nach der Sabotage an den Nord-Stream-Gasleitungen vor rund einem Jahr könnte eine weitere Pipeline in der Ostsee beschädigt worden sein - in Gewässern des neuen Nato-Mitglieds Finnland. Balticconnector verläuft zwischen Finnland und Estland und ist seit dem Vorfall außer Betrieb.

"Nach einer ersten Einschätzung kann der entdeckte Schaden nicht durch die normale Nutzung der Pipeline oder Druckschwankungen verursacht worden sein", erklärte Ministerpräsident Petteri Orpo. "Es ist wahrscheinlich, dass der Schaden das Ergebnis einer externen Aktivität ist."

Die Betreibergesellschaften Gasgrid (Finnland) und Elering (Estland) hatten am frühen Sonntagmorgen einen plötzlichen Druckabfall in der Leitung bemerkt. Der Gastransport zwischen den beiden EU-Ländern wurde daraufhin unterbrochen. Das Gasleck wurde nach Gasgrid-Angaben mit der Isolierung des Teilabschnitts und dem Schließen der Ventile gestoppt. Die Reparatur dürfte nun Monate dauern. Die Kriminalpolizei leitete Ermittlungen ein, um festzustellen, ob tatsächlich Sabotage oder etwas anderes hinter dem Vorfall steckt.

Ein Angriff, der sich gegen Finnland richtet?

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg sprach mit dem finnischen Präsidenten über den Schaden, wie in Brüssel ein Nato-Beamter berichtete. Das nordatlantische Verteidigungsbündnis sei bereits dabei, die Sicherheit der kritischen Infrastruktur unter Wasser zu verstärken. "Wir beobachten die Situation weiter sehr genau." Die Nato stehe in engem Kontakt mit Estland und Finnland. Unter anderem als Reaktion auf die Beschädigung stiegen die Preise am europäischen Erdgasmarkt kräftig an - liegen aber weiter unter dem Niveau, die sie im Zuge des russischen Krieges gegen die Ukraine erreicht hatten.

Mehrere Nato-Verbündete sprachen Finnland und Estland Unterstützung aus. Litauen teilte mit, die Überwachung seiner strategischen Infrastruktur zu verstärken.

Als Reaktion auf den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine hatte Finnland im Mai 2022 den Beitritt zur Nato beantragt. Vor rund einem halben Jahr wurde das nordische EU-Land dann als 31. Mitglied in das Verteidigungsbündnis aufgenommen. Es grenzt auf einer Länge von rund 1340 Kilometern an Russland.

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