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Studie: Wo in Europa stehen Frauen am besten da?

Archiv: Zwei Frauen neben EU-Flaggen vor dem Sitz der Europäischen Kommission in Brüssel, Montag, 27. Mai 2019.
Archiv: Zwei Frauen neben EU-Flaggen vor dem Sitz der Europäischen Kommission in Brüssel, Montag, 27. Mai 2019. Copyright Francisco Seco/Copyright 2019 The AP. All rights reserved.
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Von Joshua Askew
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Dieser Artikel wurde im Original veröffentlicht auf Englisch

Eine neue Studie hat die Länder der Welt nach dem Status der Frauen eingestuft. Hier sehen Sie, wie Europa im Vergleich dasteht.

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Am Dienstag wurde der Frauen-, Friedens- und Sicherheitsindex 2023 vorgestellt, in dem Länder auf der ganzen Welt in Bezug auf die Stellung der Frau bewertet werden.

Das Friedensforschungsinstitut Oslo (PRIO), das den Index mitverfasst hat, stellte fest, dass viele der frauenfreundlichsten Länder der Welt in Europa liegen, obwohl es innerhalb der Region auch erhebliche Unterschiede gibt.

Der Index stellt darüberhinaus fest, dass Gesellschaften, in denen es Frauen gut geht, auch friedlicher, demokratischer und wohlhabender sind und sich besser an den Klimawandel anpassen können.

Die Forscher:innen warnten in ihrem Bericht jedoch davor, dass "vielschichtige Krisen den Status der Frauen untergraben und jahrzehntelange Fortschritte zunichte zu machen drohen". Als Beispiele nannten sie den Anstieg autoritärer Regime, Massenvertreibungen, verheerende bewaffnete Konflikte und die anhaltenden Folgen von COVID.

Gemeinsam mit dem Institut für Frauen der Georgetown University in Washington, D.C. stützte sich PRIO auf Daten zur Messung von Integration, Gerechtigkeit und Sicherheit für Frauen. Sie verwendeten insgesamt 13 Indikatoren, die von Bildungs- und Beschäftigungsgesetzen bis hin zur Wahrnehmung von Sicherheit und Gewalt reichten.

Während die beiden 177 Länder auf der ganzen Welt bewerteten, hat sich Euronews auf die Ergebnisse in Europa konzentriert.

Der diesjährige Women, Peace, Security Index - mittlerweile in seiner vierten Auflage - umfasste 44 europäische Länder, einschließlich der Balkan- und Kaukasusländer.

Neun der zehn Länder, in denen Frauen am besten leben können, sind europäische Länder, obwohl es innerhalb der Region eklatante Ungleichheiten gibt.

Dänemark führt die Rangliste 2023 an und hat mehr als dreimal so viele Punkte wie Afghanistan am unteren Ende der Skala. Dicht darauf folgen die Schweiz und Schweden.

Die Ukraine ist das Schlusslicht der europäischen Rangliste. Ihr schlechtes Abschneiden sei auf die im Vergleich zu anderen europäischen Ländern "besonders niedrigen" Sicherheitswerte zurückzuführen, erklärte PRIO in einer Erklärung gegenüber Euronews, wobei die russische Invasion die Bedrohung und Gewalt für Frauen erhöht habe.

Die zweit- und drittschlechtesten Länder, in denen Frauen in Europa leben, sind der Kosovo und Aserbaidschan.

Das schlechte Abschneiden des Kosovo wird laut PRIO auf die schlechten Bildungs- und Beschäftigungsergebnisse für Frauen sowie die "sehr hohe" Müttersterblichkeit zurückgeführt.

Die in Norwegen ansässige Organisation wies darauf hin, dass in Aserbaidschan der Anteil der Söhne (wo mehr Jungen als Mädchen geboren werden) wesentlich höher ist als im übrigen Europa.

Wenn man die Ergebnisse nach den verschiedenen Regionen Europas aufschlüsselt, zeigen sich weitere Muster.

Wie bei vielen anderen Indikatoren liegen die skandinavischen Länder auch beim Thema "Frau sein" an der Spitze.

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Die Region erreicht einen Wert von 0,925 von 1.

Am schlechtesten schneiden die drei Kaukasusländer Georgien, Armenien und Aserbaidschan ab, am zweit- und drittschlechtesten die Balkanländer und Osteuropa.

"Der WPS-Index bietet mit seinen Ergebnissen, Ranglisten und soliden Daten ein wertvolles Instrument für alle, die sich mit den Themen Frauen, Frieden und Sicherheit befassen", so Elena Ortiz, die Hauptautorin des WPS-Index.

"Politische Entscheidungsträger können ihn nutzen, um festzustellen, wo Ressourcen benötigt werden. Wissenschaftler:innen können ihn nutzen, um Trends innerhalb von Indikatoren und zwischen Regionen zu untersuchen. Journalist:innen können ihn nutzen, um ihren Berichten Kontext und Perspektive zu geben. Und Aktivist:innen können ihn nutzen, um Regierungen für ihre Versprechen zur Verbesserung der Stellung der Frau zur Rechenschaft zu ziehen."

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