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Türkei feiert 100 Jahre Republik - etwas bescheidener als üblich

Feierlichkeiten vor dem Mausoleum Atatürks in Istanbul
Feierlichkeiten vor dem Mausoleum Atatürks in Istanbul Copyright Burhan Ozbilici/AP
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Von Euronews mit DPA/AFP
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Die Feierlichkeiten zum Jahrestag fielen bescheidener aus als geplant, unter dem Verweis auf die "alarmierende menschliche Tragödie im Gazastreifen" auf die "alarmierende menschliche Tragödie im Gazastreifen", hieß es beim Staatssender TRT, werde auf Sonderprogramme verzichtet.

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Mit einem großen Konzert, Feuerwerk, Flugshow und Militärparade hat die Türkei den 100. Jahrestag der Staatsgründung begangen. Im ganzen Land gab es Feierlichkeiten. 

Präsident Recep Tayyip Erdogan legte am Sonntag in der Hauptstadt Ankara einen Kranz am Mausoleum Atatürks nieder. Unser Land ist in sicheren Händen, du kannst in Frieden ruhen", sagte er.

Am 29. Oktober 1923 hatte Mustafa Kemal Atatürk die Republik ausgerufen - gut ein Jahr nach dem offiziellen Ende des Osmanischen Reiches. Er führte Reformen nach westlichem Vorbild durch und setzte auf eine strenge Trennung von Religion und Staat. 

Ein säkulares Erbe, das der autokratsich regeirunde Präsident Recep Tayyip Erdogan zunehmend in Frage sellt - sagen Kritiker:innen. Sie werfen dem Präsidenten vor, unter anderem mit der Stärkung religiöser Einrichtungen und der teilweisen Abwendung vom Westen die Ideologie des Staatsgründers zu unterlaufen.

Im Schatten des Gaza-Krieges

Die Feierlichkeiten zum Jahrestag fielen bescheidener aus als geplant, wegen des Krieges im Gazastreifen, zu dem die türkische Regierung eine immer deutlichere pro-palästinensische und anti-israelische Position einnimmt. Unter dem Verweis auf die "alarmierende menschliche Tragödie im Gazastreifen" hieß es beim Staatssender TRT, werde auf spezielle Fernsehübertragungen verzichtet.

Auch infolge des gravierenden Erdbebens vor acht Monaten im Südosten der Türkei war das Programm zur Hundertjahrfeier heuntergeschraubt worden.

Am vergangenen Samstag hatte Erdogan auf einer pro-palästinensischen Demonstration in Istanbul gesagt, Israel sei nur "eine Schachfigur" in der Region, die, "wenn der Tag kommt", geopfert werde. Das Land begehe "Kriegsverbrechen". Zugleich warf er "westlichen Regierungen" vor, hauptsächlich für die "Massaker" im Gazastreifen verantwortlich zu sein.

Zuvor hatte der türkische Staatschef die im Gazastreifen herrschende islamistische Hamas schon als "Freiheitskämpfer" bezeichnet. Die USA, Europa und Israel stufen die Hamas als Terrororganisation ein, die Türkei nicht. Ankara unterhält Kontakte zur Hamas und bemüht sich nach eigenen Angaben um die Freilassung der Geiseln aus dem Gazastreifen.

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