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Zunahme von Judenhass: Frankreich will Webseiten an den Pranger stellen

Davidsterne prangen an Gebäuden in Paris am 31. Oktober 2023
Davidsterne prangen an Gebäuden in Paris am 31. Oktober 2023 Copyright Michel Euler/Copyright 2023 The AP. All rights reserved.
Copyright Michel Euler/Copyright 2023 The AP. All rights reserved.
Von Euronews mit AP, AFP
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Weltweit wächst die Sorge vor den Folgen der Zunahme von Judenhass durch den Krieg zwischen Israel und der Hamas. Viele Regierungen wollen einschreiten.

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Bis zu 60 blaue Davidsterne sind über Nacht an Gebäude in Paris gesprüht worden. Seit dem Wiederaufflammen des Krieges zwischen Israel und der Hamas haben antisemitische Handlungen in ganz Frankreich zugenommen. Seit dem 7. Oktober wurden mehr als 800 antisemitische Vorfälle registriert.

Französische Politiker:innen haben sich alarmiert geäußert, und der Innenminister des Landes hat damit gedroht, Webseiten, die den Terrorismus verherrlichen und zum Hass auf Juden oder Israel aufrufen, zu benennen und anzuprangern.

Gérald Darmanin sagte in Paris: "Das ist natürlich absolut inakzeptabel. Also geben wir diesen Plattformen noch ein paar Stunden Zeit, um auf die Aufforderungen der Polizei zur Entfernung von Inhalten und zur Identifizierung der Urheber zu reagieren."

Probleme und Schutzmaßnahmen auch in den USA

Die Gouverneurin des Bundesstaates New York, Kathy Hochul, hat Maßnahmen zum Schutz von Studierenden an Hochschulen und in Gemeinden angekündigt, nachdem die Zahl der antisemitischen Straftaten in beunruhigendem Maße zugenommen hat.

Hochul sagte: "Jeder einzelne New Yorker hat ein Recht darauf, sich sicher zu fühlen und sicher zu sein, wenn er seinem täglichen Leben nachgeht. Und wir dürfen nichts Geringeres akzeptieren."

Juden in Spanien "sehr besorgt"

In Spanien hat der Verband der jüdischen Gemeinden seine Besorgnis über die Zunahme von Botschaften geäußert, die das jüdische Volk als Ganzes stigmatisieren und in sozialen Medien massenhaft auftauchen.

Der Präsident des Verbandes, Isaac Benzaquén, sagte bei einer Pressekonferenz: "Sind wir besorgt? Sehr. Was in den ersten acht bis neun Tagen des Konflikts geschah, hat es in unserem Land seit Jahren nicht mehr gegeben. "

Der Krieg zwischen Israel und den militanten Hamas-Kämpfern ist für beide Seiten schon jetzt der folgenschwerste der fünf gewalttätigen Gaza-Konflkte. Er hat weltweit Proteste und einen Anstieg von Hassverbrechen ausgelöst, die von vielen Regierungen verurteilt werden.

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