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COP28: Neuer Entwurf, alte Probleme

Klimaaktivisten protestieren gegen Fossile Energien auf der COP28 in Dubai.
Klimaaktivisten protestieren gegen Fossile Energien auf der COP28 in Dubai. Copyright Rafiq Maqbool/Copyright 2023 The AP. All rights reserved.
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Von Diana Resnik
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Die Verhandlungsparteien haben auf dem COP28-Klimagipfel den ersten Entwurf für das Abschlussdokument der Gespräche vorgelegt. Trotz ambitionierter Ziele reisen hochrangige Regierungsvertreter aber weiterhin mit Privatjets.

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Die Verhandlungsparteien haben auf dem COP28-Klimagipfel den ersten Entwurf für das erwartete Kerndokument der Gespräche vorgelegt. Darin wird untersucht, was seit dem Pariser Klimaabkommen von 2015 geschehen ist, wie weit man vom Ziel entfernt ist und was getan werden muss, um die Situation zu verbessern. Zentraler Streitpunkt auf dem UN-Treffen ist der Ausstieg aus allen fossilen Energien, deren Verbrennung klimaschädliche Treibhausgase freisetzt. In dem neuen Entwurf ist diese Option zwar enthalten, aber als umstritten markiert.

Nach einer Datenanalyse von Aktivisten befinden sich auf dem Klimagipfel mindestens 2456 offiziell akkredetierte Vertreter der Kohle-, Öl- und Gasindustrie. Vergangenes Jahr waren 636 Lobbyisten auf der Klimakonferenz in Ägypten. Das gab die Koalition "Kick Big Polluters Out" am Dienstag bekannt. Der Zusammenschluss wird unter anderem von den Organisationen Global Witness, Transparency International, Greenpeace und dem Climate Action Network getragen. Auf dem Gelände protestierten Aktivisten mit Schildern, auf denen ,,Große Verschmutzer, es ist Zeit, Verantwortung zu übernehmen" (original: "Big Polluters, Time To Own Up!"), stand.

Gastgeberland hat eine der höchsten CO2-Emissionen pro Kopf

Der Veranstaltungsort der größten Weltklimakonferenz aller Zeiten ist dieses Jahr Dubai. Die Rekordstadt hat zwar den höchsten Turm und das flächenmäßig größte Einkaufszentrum der Welt. Das geht aber auch mit einem noch nie dagewesenen CO2-Fußabdruck einher. Die Vereinigten Arabischen Emirate gehören zu den Ländern mit dem höchsten Pro-Kopf-Ausstoß des Treibhausgases CO2. Vorsitzender des diesjährigen Klimagipfels, Sultan Al-Jaber, ist gleichzeitig Leitender der Abu Dhabi National Oil Company, Adnoc. 

„Es wird interessant sein zu sehen, wie die Leitung dieser COP mit ihren eigenen Widersprüchen umgehen wird“, sagte Laurent Morel, Ingenieur und Partner bei Carbone 4, einem französischen Unternehmen, das auf Energie- und Klimaberatung spezialisiert ist. Insbesondere, „ob sich die Ölgesellschaften und die ölproduzierenden Länder zu Produktionskürzungen verpflichten oder nicht“.

Privatjets verursachen große Emissionen

Bei jeder COP verweisen Kritiker auf die Anzahl der Flüge, die von den Verhandlungsparteien und Nichtregierungsorganisationen unternommen werden. Sie prangern Privatjets an, mit denen hochrangige Regierungsteilnehmer hin und her reisen. 

Laut Marc Halgand von der Klimaberatungsgruppe EcoAct ist der Reiseverkehr für „70 bis 80 Prozent der Konferenzemissionen verantwortlich“. Er empfiehlt, in der Economy Class und nicht in Business- oder Privatjets zu reisen. Dabei seien „Umfang und Häufigkeit“ die Schlüsselfaktoren für die Verringerung der Emissionen.

Laut Weltklimarat (IPCC) muss der klimaschädliche Treibhausgasausstoß bis 2030 um 43 Prozent sinken. Nur so könne die Erderwärmung auf Dauer unter 1,5 Grad gehalten werden, wie bei dem Pariser Abkommen 2015 beschlosen wurde.

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