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Krieg im Gazastreifen: Hamas meldet über 20.000 Tote

Seit dem Terrorangriff vom 7.Oktober greift Israel den Gazastreifen massiv an.
Seit dem Terrorangriff vom 7.Oktober greift Israel den Gazastreifen massiv an. Copyright Hatem Ali/Copyright 2023 The AP. All rights reserved.
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Von Euronews mit DPA, AP
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Seit dem Terrorangriff vom 7. Oktober sind nach Angaben der Hamas über 20.000 Menschen im Gazastreifen getötet worden. Im UN-Sicherheitsrat wird voraussichtlich über eine Resolution zur Besserung der humanitären Lage vor Ort abgestimmt. Bisher stellten sich die USA dabei quer.

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Nach Angaben der islamistischen Hamas sind seit Kriegsbeginn mindestens 20.000 Palästinenser:innen im Gazastreifen getötet worden.

Demnach wären seit dem Terrorangriff vom 7. Oktober, abgesehen von der siebentägigen Feuerpause, jeden Tag knapp 300 Menschen in der Region ums Leben gekommen. Unter den Toten seien 8000 Minderjährige und 6200 Frauen.

UN-Sicherheitsrat stimmt über Resolution ab

Am Donnerstagmorgen wird der UN-Sicherheitsrat voraussichtlich erneut über eine Resolution zur Linderung der humanitären Not im Gazastreifen abstimmen. Bisher hatte sich die USA stets gegen die Resolution, die Forderungen nach einem Waffenstillstand beinhaltet, gestellt. Bis zur Abstimmung soll der Text nun angepasst werden, um ein erneutes Veto zu verhindern.

Dabei geht es nicht nur um die Forderungen nach einem Waffenstillstand im Gazastreifen. Bisher sieht der vorliegende Beschluss vor, dass Hilfslieferungen in die Region von der UN kontrolliert werden sollen. Diese Forderung würde Israel wahrscheinlich ablehnen.

"Gerade verhandeln wir bei der UN die Umrisse einer Resolution, der wir vielleicht zustimmen können", erklärte US-Präsident Joe Biden am Mittwochnachmittag.

Eigentlich hätte die Abstimmung im UN-Sicherheitsrat schon am Montag stattfinden sollen. Um Verhandlungen mit den USA zu ermöglichen, wurde der Termin insgesamt dreimal verschoben, zunächst auf Dienstag, dann auf Mittwoch und schließlich auf Donnerstag.

"Jeder wünscht sich einen Beschluss, der umgesetzt werden kann und vor Ort Wirkung zeigt", sagte Lana Nusseibeh, UN-Vertreterin der Vereinigten Arabischen Emirate, am Mittwoch. Die VAE hatten die Resolution zur Abstimmung in den UN-Sicherheitsrat eingebracht. "Wir glauben heute, dass ein bisschen Raum für weitere Diplomatie positive Ergebnisse erzielen könnte", erklärte Nusseibeh die erneute Verschiebung.

Israelisches Militär deckt Tunnelsystem weiter auf

Das israelische Militär hat verkündet, neue Erkenntnisse zum Tunnelsystem der Hamas im nördlichen Gazastreifen gemacht zu haben. Der Palästina-Platz im Zentrum der Stadt Gaza spiele eine zentrale Rolle.

Von dort seien Büros und Wohnungen der Hamas-Führung erreichbar gewesen. Unter anderem sollen die hochrangigen Hamas-Funktionäre Imsail Hanija, Jihia Sinwar und Mohammed Deif das System genutzt haben.

Ministerpräsident Netanjahu schließt ein baldiges Ende der Militäroffensive derweil trotz internationalen Drucks weiter aus.

Netanjahu: "Krieg geht weiter, bis die Hamas beseitigt ist"

"Wir setzen den Krieg bis zum Ende fort. Er wird weitergehen, bis die Hamas beseitigt ist – bis zum Sieg", sagte er in einer Videobotschaft am Mittwoch.

Netanjahu bekräftigte, dass Israel die Kampfhandlungen erst einstellen werde, wenn seine Kriegsziele erreicht seien.

"Alle Hamas-Terroristen, vom ersten bis zum letzten, sind dem Tode geweiht. Sie haben nur zwei Möglichkeiten: sich zu ergeben oder zu sterben", so der israelische Ministerpräsident.

Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen kritisiert die Einschränkung von Hilfslieferungen in den Gazastreifen durch Israel.

Am Mittwoch erreichte immerhin nach wochenlangen Bemühungen ein erster Hilfskonvoi aus Jordanien die Region, teilte das UN-Welternährungsprogramm auf der Plattform X mit.

Die WHO warnt, dass Krankheit, Hunger und ein Mangel an Hygiene und sanitären Anlagen die ohnehin verheerende Situation der Menschen in der Region weiter verschlechtern.

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