Westeuropa im Kampf gegen das Hochwasser: Scholz besucht Flutgebiet

In Sangershausen verschaffte sich Bundeskanzler Olaf Scholz einen Überblick über die Situation vor Ort.
In Sangershausen verschaffte sich Bundeskanzler Olaf Scholz einen Überblick über die Situation vor Ort. Copyright EBU
Von Euronews
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Bundeskanzler Olaf Scholz stattet einem Überschwemmungsgebiet in Sachsen-Anhalt einen Besuch ab und verspricht Hilfe. In Frankreich haben die Fluten am Mittwoch das erste Todesopfer gefordert.

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In Deutschland, Frankreich und den Niederlanden sorgt der anhaltende Regen weiterhin für eine angespannte Situation in den Überschwemmungsgebieten.

Bundeskanzler Scholz besucht Flutgebiet

Bundeskanzler Olaf Scholz besuchte am Donnerstag gemeinsam mit Umweltministerin Steffi Lemke und Reiner Haseloff, dem Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt, Sangershausen. In Gummistiefeln verschaffte sich der Bundeskanzler im Ortsteil Oberröblingen ein Bild von der Situation vor Ort.

Dort drohen die Deiche, die den Fluss Herne zurückhalten, zu brechen. Für Scholz steht am Donnerstag in Sangershausen noch die Besichtigung einer Anlage, in der Sandsäcke abgefüllt werden, auf dem Programm.

Bisher gelingt es in den deutschen Flutgebieten, die Deiche mit Sandsäcken ausreichend zu stabilisieren. Auf der Plattform X ehrte der Bundeskanzler die zahlreichen Helfer:innen und kündigte Hilfe des Bundes an.

Todesopfer in Frankreich

Im Norden Frankreichs sind zahlreiche Orte durch den anhaltenden Regen überflutet worden. Hunderte Menschen mussten in den letzten Tagen evakuiert werden.

In Nantes haben die Fluten ihr erstes Todesopfer gefordert. Ein 73-jähriger Mann wurde am Mittwoch tot in seinem zu Teilen gefluteten Auto aufgefunden. Am Dienstag war er als vermisst gemeldet worden, nachdem er nicht vom Einkaufen zurückgekommen war.

Besonders das französische Département Pas-de-Calais ist in den letzten Monaten stark von Überschwemmungen gebeutelt. Seit November kommt es dort immer wieder zu starkem Hochwasser. Viele Städte haben sich noch nicht von der letzten Flut erholt und haben nun bereits mit der nächsten zu kämpfen.

Unterstützung aus den Niederlanden

Auch die Niederlande haben Hochwasser-Probleme. Dennoch hat die niederländische Regierung angekündigt, Wasserpumpen nach Frankreich zu schicken.

"Es hat in letzter Zeit viel geregnet, weshalb das Wasser in Frankreich nicht mehr richtig ablaufen kann. An vielen Orten haben die Flüsse bereits ihre Ufer überschritten. Deshalb ist es wichtig, einander dabei zu helfen, das Wasser so schnell wie möglich loszuwerden", erklärte Mark Harbers, niederländischer Minister für Infrastruktur und Wasserwirtschaft.

Die niederländischen Pumpen können jeweils bis zu fünf Millionen Liter Wasser innerhalb einer Stunde verarbeiten.

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