Katar vermittelt für mehr Hilfe: Ärzte in Gaza können keine Schmerzen mehr lindern

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Vermittlerland im Gaza-Krieg Katar führt Gespräche mit der Hamas, um den festgehaltenen Geiseln lebenswichtige Medikamente zukommen zu lassen. Auch mit Israel spricht Katar über mehr Medikamentenlieferungen in den Gazastreifen.

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Vermittlerland im Gaza-Krieg Katar führt Gespräche mit der Hamas, um den festgehaltenen Geiseln lebenswichtige Medikamente zukommen zu lassen. Auch mit Israel spricht Katar über mehr Medikamentenlieferungen in den Gazastreifen. In den wenigen noch funktionierenden Krankenhäusern fehlt es an allem, es gibt kein Morphium mehr für Schwerverletzte, beklagen die Ärzte. 

Ärzte können keine Schmerzen mehr lindern

Man gebe Patienten im Todeskampf Midazolam, ein Medikament gegen Angstzustände, das aber Schmerzen nicht lindere, sagte die Ärztin in einer Audio-Botschaft, die die Hilfsorganisation International Rescue Committee (IRC) am Donnerstag verbreitete.

"Die Situation ist außer Kontrolle geraten. Wir bitten jeden, der uns medizinische Hilfe leisten kann, sich zu beeilen und dies dringend zu tun, da die Situation katastrophal und völlig außer Kontrolle geraten ist", so Dr. Munther Abu Sharkh aus dem El-Najar Krankenhaus im Gazastreifen. 

USA versuchen Deeskalation mit Hisbollah im Libanon

Im Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon drängen die USA weiterhin auf eine diplomatische Lösung und haben einen Vermittler in die israelisch- libanesischen Grenzregion geschickt.

Israel und die Hisbollah liefern sich täglich Schusswechsel. Israel hat damit gedroht, auch im Libanon mit einer Militäroffensive gegen die islamistische und vom Iran unterstütze Organisation vorzugehen. Der US-Gesandte Amos Hochstein versucht nun, einen diplomatischen Weg zur Deeskalation der Lage finden. 

„Wir müssen eine diplomatische Lösung finden, die es dem libanesischen Volk ermöglicht, in seine Häuser im Süden des Libanon zurückzukehren, genauso wie das Volk Israels in der Lage sein muss, in seine Häuser im Norden zurückzukehren", sagte Hochstein am Donnerstag.  

Tunnel unter Chan Junis

Die israelischen Bodentruppen haben in Chan Junis im Süden des Gazastreifens ein ausgedehntes Tunnelsystem entdeckt, in das sie vorzustoßen versuchen. Die Armee glaubt, dass sich die Hamas-Führung genau dort verstecken könnten.

Veröffentlichte Videoaufnahmen zeigen, wie israelische Soldaten in schmalen Tunneln laufen. Spezialeinheiten sollen Geiseln und Hamas-Terroristen hier aufzuspüren versuchen. 

Die Hamas hat mehr als 6.000 Tonnen Beton und 1.800 Tonnen Stahl verwendet, um die Hunderte Kilometer langen Tunnel unter dem Gazastreifen zu schaffen, behauptet die israelische Armee unter Berufung auf neue Geheimdienstinformationen. Laut der israelischen Armee deuten die von den Truppen in Gaza gesammelten Daten sowie die Hunderte von bisher untersuchten unterirdischen Gängen darauf hin, dass die Hamas zig Millionen Dollar in ihr Tunnelprojekt investiert hat.

US-Militärschlag im Jemen: Huthi-Rebellen kündigen Rache an

In der Nacht zu Freitag haben die USA und Großbritannien mit Unterstützung weiterer Verbündeter Huthi-Stellungen im Jemen angegriffen. Die vom Iran unterstützen Huthi-Rebellen attackieren seit Wochen internationale Handelsschiffe im Roten Meer als Vergeltung für Israels Offensive im Gazastreifen. Die Huthis haben bereits Rache für den US-Militärschlag angekündigt.

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