Iran feuert Raketen auf Ziele im Nordirak und Syrien

In der nordirakischen Stadt Erbil waren Explosionen zu hören.
In der nordirakischen Stadt Erbil waren Explosionen zu hören. Copyright AP/Rudaw TV
Von Euronews mit AP
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Man habe es auf ein israelisches "Spionagehauptquartier" des Mossad in Erbil abgesehen, erklärten die iranischen Revolutionsgarden.

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Man habe es auf ein israelisches "Spionagehauptquartier" des Mossad in Erbil abgesehen, erklärten die iranischen Revolutionsgarden. Der Iran hat Ziele im Irak und in Syrien mit mehreren ballistischen Raketen beschossen. Die Stadt Erbil liegt in der halbautonomen kurdischen Region des Irak.

Die Angriffe seien "eine Reaktion auf die jüngsten Verbrechen gegen die Islamische Republik", insbesondere den verheerenden Anschlag in der südiranischen Stadt Kerman Anfang Januar und die Tötung eines hochrangigen Offiziers Ende Dezember. 

Die Angst vor einem Übergreifen des Gaza-Krieges auf die Region wächst. Das Außenministerium in Berlin verurteilte die Angriffe. Sie würde die Stabilität der gesamten Region gefährden, schreibt die Behörde auf X. 

In der nordirakischen Stadt Erbil waren Explosionen zu hören. In der Nähe eines neuen, im Bau befindlichen US-Konsulats schlugen Augenzeugen zufolge mehrere Raketen ein. Mindestens vier Menschen wurden getötet und sechs verletzt.

In Syrien habe man vor allem Stellungen der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) angegriffen, die die iranischen Revolutionsgarden ausfindig gemacht hätten.

Die USA kritisierten die Raketenangriffe, sie hätten zum Ziel, die Stabilität im Irak zu untergraben. Nach Angaben des Sprechers des Weißen Hauses wurden keine US-Mitarbeiter im Irak und in Syrien verletzt und keine US-Einrichtungen beschädigt.

Seit dem Ausbruch des Krieges zwischen Israel und der Hamas am 7. Oktober haben die vom Iran unterstützten Milizen im Irak fast täglich Drohnenangriffe auf Stützpunkte der US-Streitkräfte im Irak und in Syrien durchgeführt. Nach Angaben der Gruppen sind sie eine Vergeltung für die Unterstützung Israels durch Washington und als Versuch, die US-Truppen zum Abzug aus der Region zu zwingen.

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