Wütende Landwirte in Rumänien blockieren Grenze zur Ukraine

Traktoren an der Grenze zwischen Rumänien und der Ukraine
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Von Euronews Rumänien
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🚜 Am Grenzübergang Siret geht für LKW aus der Ukraine so gut wie nichts mehr. Rumänische Landwirte protestieren gegen billiges Getreide, das sie an den Rand des Bankrott geführt haben soll.

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Rumänische Landwirte blockieren seit Tagen den Grenzübergang Siret zur Ukraine. Sie werfen der Regierung in Bukarest vor, sie verschließe die Augen vor den billigen Getreideimporten aus der Ukraine. Diese hätten die Bauern an den Rand des Ruins gebracht.

"Steuern auf Diesel senken"

Angelica Gradinaru ist Landwirtin in der Region Suceava. Sie sagt: "Lassen Sie uns das Getreide nicht hier behalten und lassen Sie diesen Wettbewerb nicht zu. Und lassen Sie uns unsere Getreidepreise. Wir sollten die Steuern auf Diesel senken und die Subventionen rechtzeitig gewähren. Nicht nur Versprechen, Versprechen, Versprechen".

In den vergangenen vier Tagen sind 130 LKW aus der Ukraine durchgekommen, wurden aber wenige hundert Meter weiter aufgehalten. Die ukrainischen Fahrer bekommen zwar Tee und Essen, aber ihre Waren sollen sie nicht transportieren dürfen.

Brigadier General Ionel Postelnicu von der Polizei in Suceava erklärt: "Wir eskortieren die neun Lastwagen und der zehnte wird, wie mit den Demonstranten ausgehandelt, derjenige mit frischem Fisch aus Polen sein, der hier auf dem Parkplatz steht."

Nach Angaben der rumänischen Regierung gibt es - nach vorherigen Beschwerden - seit dem vergangenen Oktober keine Getreideimporte aus der Ukraine auf dem Landweg - sondern nur über den Hafen von Constanta.

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