Selenskyj: Drittes Kriegsjahr wird entscheidend

Ukraines Präsident Wolodymyr Selenskyj
Ukraines Präsident Wolodymyr Selenskyj Copyright Mads Claus Rasmussen/Ritzau Scanpix
Von Julika HerzogEuronews Digital mit AP
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Das dritte Kriegsjahr wird entscheidend, so der ukrainische Staatspräsident Selenskyj. Unterdessen organisiert sein französischer Amtskollege Emmanuel Macron in Paris eine internationale Unterstützerkonferenz.

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31.000 getötete ukrainische Soldaten seit Kriegsbeginn vor zwei Jahren - das berichtete Präsident Wolodymyr Selenskyj. Damit hat er erstmals offizielle Verlustzahlen genannt.

"Wenn wir verlieren, gibt es uns nicht mehr"

Das dritte Kriegsjahr wird entscheidend, so Selenskyjs Botschaft bei einer Pressekonferenz anlässlich des zweiten Jahrenstages der russischen Invasion: 

"Wird die Ukraine diesen Krieg verlieren? Ich bin sicher, dass sie nicht verliert. Der schwerste Moment war am 24. Februar vor zwei Jahren. Wir haben keine andere Wahl, als zu gewinnen. Die Möglichkeit zu verlieren gibt es nicht, denn was wäre, wenn die Ukraine verliert? Dann gibt es uns nicht mehr, wir werden nicht mehr existieren.

Neue russische Raketen- und Drohnenangriffe

Neue russische Raketen- und Drohnenangriffe erschütterten den ganzen Sonntag über den Süden und Osten der Ukraine, mindestens zwei Zivilisten sollen getötet worden sein.

In der Stadt Kostjantyniwka wurden dutzende Gebäude beschädigt und mindestens eine Person verletzt.

In der von Russland kontrollierten Region Donezk veröffentlichte der vom Kreml eingesetzte Verwaltungschef ein Video aus der Stadt Awdijiwka in der Ostukraine.

Diese war vor einer Woche von den russischen Streitkräften eingenommen worden. Wegen Munitionsmangels mussten die ukrainischen Streitkräfte einen chaotischen Rückzug antreten und dabei hunderte verwundete Soldaten zurücklassen.

Macron organisiert Ukraine-Konferenz

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron organisiert an diesem Montag in Paris eine internationale Unterstützerkonferenz für die Ukraine. Dazu werden 20 Staats- und Regierungschefs erwartet, darunter nach Angaben des Élysée-Palasts auch der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz.

Angesichts der militärisch schwierigen Lage der Ukraine soll es um eine bessere Koordination der dringend nötigen Verteidigungshilfe für die Ukraine gehen, außerdem wil man gegenüber Russland ein Signal der europäischen Einheit und Entschlossenheit zu senden, hieß es in Paris. Der ukrainische Präsident Selenskyj soll per Videoschalte an dem Treffen teilnehmen.

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