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Nach russischem Angriff auf die Region Donezk: Sechs Menschen verletzt

Zerstörte Häuser im Kriegsgebiet in der Ukraine.
Zerstörte Häuser im Kriegsgebiet in der Ukraine. Copyright Evgeniy Maloletka/EVGENIY MALOLETKA
Copyright Evgeniy Maloletka/EVGENIY MALOLETKA
Von Anne Frieda MüllerEuronews mit EBU
Zuerst veröffentlicht am
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Mehrere Regionen in der Ukraine sind regelmäßig Ziel russischer Luftangriffe. In der Stadt Kostjantyniwka wurden sechs Menschen bei einem Angriff auf Wohnhäuser verletzt. In der Region Charkiw dauern die Evakuierungen an.

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Bei einem russischen Angriff auf ein Wohngebiet in Kostjantyniwka in der Region Donezk wurden sechs Menschen verletzt und 13 Wohnhäuser beschädigt. Vier Menschen wurden ins Krankenhaus eingeliefert. Russisch Streitkräfte hatten eine Präzisionsbombe des Typs KAB-500 auf die Stadt Kostjantyniwka abgeworfen.

Kostjantyniwka ist regelmäßig Ziel russischer Angriffe. Bei dem Luftangriff am Montag gingen Fensterscheiben zu Bruch, Balkone zerbrachen und ein Wohnhaus stürzte ein.

Evakuierungen in der Region Charkiw

Nur zwei Kilometer von der russischen Grenze entfernt wird die Siedlung Kosatscha Lopan in der Region Charkiw evakuiert.

Obwohl 15 Kilometer entfernt Kämpfe stattfinden und die russischen Streitkräfte versuchen, die Nachbargemeinde einzunehmen, wollen mehrere Hundert Einwohner in Kosatscha Lopan bleiben.

Die Einwohner, die allerdings evakuiert wurden, gehen zu ihren Verwandten nach Charkiw oder werden in Wohnheimen untergebracht. Im vergangenen Monat haben 1.000 Menschen den Bezirk Kosatscha Lopan Starosta verlassen.

Leben unter ständigem Beschuss

Es leben noch 500 Menschen in der Gemeinde. Einer von ihnen ist Oleh Vakulenko. Sein Haus wurde von einem russischen Luftangriff getroffen. Er befand sich im Keller seines Nachbarn, als die Bombardierung stattfand.

"Ich schlief hier zu Hause, und als der Donner grollte, spürte ich, wie Blut an meinem Arm herunterlief. Wegen der Glasscherben an meinem Arm. Ich sehe, dass alles zerstört ist. Alles ist undicht, alle Fenster sind kaputt, und alle Rahmen sind zerbrochen. Der Balkon ist weg, alles steht in Flammen. Und das ganze Gebäude ist weg", sagt Vakulenko.

Es ist beängstigend zu sagen, dass wir uns daran gewöhnt haben, aber das haben wir schon hinter uns.
Natalia
Bewohnerin von Kosatscha Lopan

Natalia arbeitet im regionalen urologischen Zentrum in Charkiw, auch sie lebt in Kosatscha Lopan und will nicht gehen. Selbst wenn sie wegen des ständigen Beschusses jeden Tag im Keller schlafen muss. Sie sagt:

"Es ist beängstigend zu sagen, dass wir uns daran gewöhnt haben, aber das haben wir schon hinter uns. Wir sind in den Keller gerannt und das war wie eine Art Schutz. Gott sei Dank haben wir einige Vorräte: alte Kartoffeln und Konserven. Wenn wir kein Brot haben, haben wir Mehl, so dass wir etwas backen können."

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