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Studie: Mit Solar, Batterie und Wärmepumpe über 12.000 Euro sparen

Ein Vorortviertel, in dem viele Häuser Solaranlagen auf ihren Dächern installiert haben.
Ein Vorortviertel, in dem viele Hausbesitzer Solaranlagen auf ihren Dächern installiert haben. Copyright  Lara John via Unsplash.
Copyright Lara John via Unsplash.
Von Liam Gilliver
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Trotz hoher Installationskosten kann die Umstellung auf strombetriebene Technik zu Hause laut einer neuen Analyse langfristig Tausende Euro sparen.

Wer in Deutschland seine Gasheizung abschafft, kann über die Jahre mehrere Tausend Euro sparen – selbst wenn dafür ein Kredit für die Elektrifizierung des Hauses nötig ist.

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Eine neue Auswertung des Clean-Tech-Unternehmens 1KOMMA5° vergleicht eine neue Gasheizung für 10.000 Euro mit einem Paket im Wert von 60.000 Euro: Solaranlage, Batteriespeicher, Wärmepumpe und intelligentes Energiemanagement.

Nach Berechnungen des Unternehmens summieren sich die Kosten für das saubere System über 25 Jahre auf 104.542 Euro. Grundlage sind ein Zinssatz von 5,99 Prozent, eine staatliche Förderung von 16.500 Euro und eingesparte Energiekosten.

Das Vergleichsmodell mit Gasheizung kommt im selben Zeitraum auf 116.993 Euro, wenn steigende Gaspreise eingerechnet werden. Der Umstieg auf Solaranlage, Batteriespeicher und Wärmepumpe könnte Haushalten also insgesamt 12.451 Euro ersparen.

Stromkosten senken: So sparen deutsche Haushalte noch mehr

„Eigenheimbesitzer sollten sich nicht von den reinen Anschaffungskosten blenden lassen“, sagt Jannik Schall, Produktchef und Mitgründer von 1KOMMA5° (Quelle auf Englisch).

Wer den Umstieg von Gas auf Strom über eine Ratenfinanzierung bezahlt, verteilt die Kosten auf feste Monatsbeträge. So profitieren Hauseigentümer von planbaren Ausgaben, niedrigeren Rechnungen und „Energieunabhängigkeit“, erklärt Schall. Sie sind nicht länger den steigenden und schwer kalkulierbaren Kosten eines fossil betriebenen Gassystems ausgesetzt.

„Es rechnet sich schon ab dem ersten Monat“, fügt er hinzu.

Nach Angaben von 1KOMMA5° können die Stromkosten mit einem intelligenten Energiemanagementsystem zusätzlich um bis zu 42 Euro pro Monat sinken. Dabei wird der von der eigenen Solaranlage erzeugte Strom automatisch genutzt, gespeichert oder zu günstigen Zeitpunkten an der Strombörse verkauft. Haushalte müssen dann weniger Strom einkaufen, wenn die Preise hoch sind.

Ein solches System ist etwas anderes als ein intelligenter Stromzähler, der Verbraucher durch Hinweise zu Zeiten mit geringerer Nachfrage zum Sparen animiert.

„Die Elektrifizierung des Hauses senkt die Energiekosten so deutlich, dass sich sogar eine langfristige Ratenzahlung lohnt“, sagt Schall. „Wer die Anlage schneller abbezahlen kann, vergrößert den Vorsprung gegenüber der Gasheizung.“

Deutschland erlebt Wärmepumpen-Boom

Im vergangenen Jahr waren Wärmepumpen die meistverkaufte Heiztechnik in Deutschland. Sie machten fast die Hälfte, nämlich 48 Prozent, aller neuen Heizsysteme im Land aus. Das entspricht einem Plus von 21 Prozent gegenüber 2024.

Trotz dieses Booms ist Deutschland beim geplanten Gesetz für klimafreundliches Heizen zuletzt zurückgerudert. Neue Heizungen hätten demnach zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbarer Energie betrieben werden müssen.

Auch das ursprünglich vorgesehene Verbot neuer Öl- und Gasheizungen wurde gestrichen. Kritiker sprechen von einer „katastrophalen“ Entscheidung für das Klima.

„Die erhebliche Verwässerung zentraler Regelungen verschiebt notwendige Entscheidungen und macht den Übergang am Ende teurer und chaotischer“, sagt Jan Rosenow, Professor für Energie- und Klimapolitik an der Universität Oxford. „Der Gebäudesektor verfehlt seine Klimaziele seit Jahren.“

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