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Volkswagen baut 100.000 Stellen ab: größter Umbau der Autoindustrie

ARCHIV: Eine Arbeiterin reinigt das VW-Emblem an einem Golf im Volkswagen-Werk in Wolfsburg am 15. Februar 2007. Foto: AP/Kai-Uwe Knoth
ARCHIV: Eine Mitarbeiterin reinigt das VW-Emblem eines Golf im Volkswagen-Werk in Wolfsburg am 15. Februar 2007. (AP Photo/Kai-Uwe Knoth) Copyright  Copyright 2007 AP. All rights reserved.
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Von Una Hajdari
Zuerst veröffentlicht am
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Volkswagen kündigt an: Konzernleitung und Betriebsrat wollen bis zum Ende des Jahrzehnts weitere 50.000 Stellen streichen. Insgesamt fallen damit 100.000 Jobs weg.

Volkswagen steht vor einem Kahlschlag: Der Konzern will jeden siebten Job abbauen.

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Der deutsche Autoriese erklärte am Donnerstag, Vorstand und Gewerkschaften hätten sich darauf geeinigt, bis Ende des Jahrzehnts weitere 50.000 Stellen zu streichen – zusätzlich zu den bereits geplanten 50.000. Insgesamt fallen damit 100.000 Jobs weg.

Es sei „entscheidend, die Beschäftigtenzahl konsequent an die wirtschaftliche Realität anzupassen“, hieß es in einer Mitteilung des Konzerns mit seinen zehn Marken.

Demnach hat das Unternehmen einen Plan gebilligt, der „den Abbau von rund 50.000 Stellen“ über die bereits vereinbarten 50.000 hinaus vorsieht.

US-Strafzölle, eine schwankende Nachfrage nach Elektroautos und vor allem harter Wettbewerb in China und durch chinesische Hersteller setzen Europas größten Autobauer stark unter Druck.

Der Konzern mit den Marken Volkswagen, Audi und Porsche hatte bereits zuvor den Abbau von rund 50.000 Stellen weltweit beschlossen.

Die nun insgesamt 100.000 Stellenstreichungen gelten als größte Restrukturierung, die die weltweite Autoindustrie je gesehen hat. Sie betreffen rund 15 Prozent der weltweiten Belegschaft von Volkswagen.

Damit übertrifft Volkswagen alle bisherigen Rekordabbauprogramme der Branche. General Motors strich 1991 rund 74.000 Stellen und schloss 21 Werke, weil der Konzern gegenüber japanischen Konkurrenten an Boden verlor. Im Zuge der Finanzkrise 2009 wurden weltweit weitere 47.000 Jobs gestrichen.

Ford baute 2002 rund 35.000 Stellen ab und schloss fünf Werke. Später in diesem Jahrzehnt sollten mit dem Restrukturierungsprogramm „Way Forward“ weitere Zehntausende Jobs wegfallen. Mit nun 100.000 Stellenstreichungen steht Volkswagen an der Spitze dieser Negativstatistik.

Volkswagen erklärte zudem, Vorstand und Arbeitnehmervertreter hätten festgestellt, dass die Zukunft von vier deutschen Werken – in Hannover, Emden, Zwickau und Neckarsulm – über die frühen 2030er Jahre hinaus nicht gesichert sei.

Eine Schließung dieser Standorte wäre die erste Stilllegung großer Werke in Deutschland in der Geschichte des Konzerns.

Die Zustimmung des Aufsichtsrats, in dem Arbeitnehmer- und Anteilseignervertreter sitzen, zeigt, dass die heiklen Verhandlungen zwischen beiden Lagern vorankommen.

„Der Aufsichtsrat hat den heute vorgelegten Zukunftsplan des Vorstands einstimmig gebilligt“, sagte Vorstandschef Oliver Blume. „Das ist ein starkes Signal für die Zukunft des Volkswagen-Konzerns.“

Zum Konzern gehören neben der Kernmarke Volkswagen die Volumenhersteller Škoda, SEAT und Cupra. Am oberen Ende des Portfolios stehen die Premiummarken Audi, Bentley, Lamborghini und Ducati. Porsche agiert als eigenständige Sportwagenmarke.

Weitere Quellen • AFP

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