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Japans Zentralbank: Ölpreisverfall Sonderfaktor

Japans Zentralbank: Ölpreisverfall Sonderfaktor
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Von Euronews
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Japans Zentralbank erkennt als erste den Ölpreisverfall als Sonderfaktor an und stemmt sich nicht noch stärker gegen geringere Lebenshaltungskosten –

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Japans Zentralbank erkennt als erste den Ölpreisverfall als Sonderfaktor an und stemmt sich nicht noch stärker gegen geringere Lebenshaltungskosten – als Deflation gefürchtet. Zentralbank-Chef Haruhiko Kuroda bekräftigte das Programm zum Kauf von Anleihen und sonstigen Wertpapieren im Volumen von jährlich rund 600 Milliarden Euro, hielt aber dem Druck auf noch stärkere Geldspritzen stand.

Haruhiko Kuroda, Bank of Japan (BoJ)::

“Der Zeitpunkt für die Erreichung des 2 Prozent-Inflationsziels wurde von der ersten Hälfte des Jahres 2016 auf die zweite Hälfte hinausgeschoben, hauptsächlich wegen des Verfalls der Energiepreise.”

Statement on Monetary Policy (Announced at 12:22 p.m.) https://t.co/1cKVGSrPlC

— Bank of Japan (@Bank_of_Japan_e) 30. Oktober 2015

Im September sanken die Verbraucherpreise insgesamt um 0,1 Prozent.
Im noch bis zum 31. März 2016 laufenden Steuerjahr dürfte die Preissteigerung angesichts der niedrigen Energiepreise laut BoJ bei nur noch 0,1 Prozent liegen. Im Juli hatte sie noch mit 0,7 Prozent Preisanstieg gerechnet.

Allerdings senkte die BoJ gleichzeitig ihre Wachstumsprognose – von 1,7 auf 1,2 Prozent im laufenden Fiskaljahr. Jüngste Konjunkturdaten deuten an, dass Japans Wirtschaft angesichts schwacher Exporte zwischen Juli und September im zweiten Quartal in Folge stagnierte oder möglicherweise sogar schrumpfte.
Die Regierung in Tokio erwägt einem Insider zufolge einen milliardenschweren Nachtragshaushalt.

Japan war mehr als ein Jahrzehnt in einer Abwärtsspirale aus fallenden Preisen und sinkenden Löhnen gefangen. In einer solchen Situation schieben Verbraucher in der Erwartung immer niedrigerer Preise Käufe auf, die Gewinne der Firmen sinken, die deshalb Investitionen hinauszögern – die Wirtschaft wird nachhaltig gelähmt.

Mit viel billigem Geld der Notenbank sollte dieser Teufelskreis durchbrochen werden. Ein Inflationsziel von rund zwei Prozent wird aktuell von allen großen Notenbanken als idealer Wert für die Wirtschaftsentwicklung betrachtet.

su mit dpa, Reuters

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