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EZB startet Projekt "Digitaler Euro"

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Copyright DANIEL ROLAND, AFP
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Von su mit dpa
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Die Europäische Zentralbank hat beschlossen, für 24 Monate in eine Untersuchungsphase zum "Digitalen Euro" einzutreten, zu Aspekten wie Technologie und Datenschutz. Nun sei es an der Zeit «einen Gang höher zu schalten und das Projekt zu starten», so EZB-Präsidentin Christine Lagarde.

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Kryptowährungen wie Bitcoin und Ether gelten als Erfolg. Ihr Schönheitsfehler: Starke Schwankungen, weil keine Institution darüber wacht. In diese Lücke könnte die Europäische Zentralbank (EZB) springen. Die EZB beschloss (am Mittwoch), für 24 Monate in eine Untersuchungsphase einzutreten, in der es um Aspekte wie Technologie und Datenschutz gehen soll.

Nun sei es an der Zeit «einen Gang höher zu schalten und das Projekt des digitalen Euro zu starten», so EZB-Präsidentin Christine Lagarde.

Laut Deutscher Kreditwirtschaft (DK), Dachverband der fünf großen Bankenverbände in Deutschland, sollte das Digitalgeld drei wesentliche Ausgestaltungen haben:

- ein digitaler Euro für den Alltagsgebrauch der Bürger als Ergänzung zum Bargeld,

- eine spezielle Form für die Kapitalmärkte und den Interbankenverkehr sowie

- sogenannte Giralgeldtoken für den Einsatz in der Industrie.

ANGST VOR "BANK RUNS"

Die Kehrseite eines digitalen Euro unter Aufsicht einer Zentralbank, die die Stabilität der Währung sichert: «Ohne Haltelimit könnten Guthaben sehr schnell von Bankkonten abgezogen und in sicheres Zentralbankgeld getauscht werden – sogenannte Bank Runs würden wahrscheinlicher», warnten Währungsexperten wie Jörg Zeuner, Chefvolkswirt des Fondsanbieters Union Investment. Diskutiert wird deshalb eine Obergrenze für die Nutzung eines digitalen Euro von beispielsweise 3.000 Euro für Verbraucher.

Kommt eine digitale Version der europäischen Gemeinschaftswährung ergänzend zu Schein und Münze? Und wenn ja, wann?

"FRÜHESTENS IM JAHR 2026"

«Wir werden (...) erst zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden, ob ein digitaler Euro eingeführt wird oder nicht», erklärte EZB-Direktoriumsmitglied Fabio Panetta. «In jedem Fall würde ein digitaler Euro das Bargeld nur ergänzen und nicht ersetzen.»

Nach der zweijährigen Untersuchungsphase wolle die EZB bereit sein, mit der Entwicklung eines digitalen Euro zu beginnen, so EZB-Direktoriumsmitglied Fabio Panetta. «Dies könnte rund drei Jahre dauern.» Panetta hatte bereits im Mai gesagt, frühestens im Jahr 2026 sei mit einem digitalen Euro zu rechnen.

Auch andere Notenbanken weltweit beschäftigen sich mit digitalem Zentralbankgeld. China beispielsweise ist nach eigenen Angaben schon deutlich weiter als das Eurosystem.

su mit dpa

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