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"Watches and Wonders" in Genf: Innovationen, Umweltschutz und Uhrmacherkunst

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Von Cyril FournerisSabine Sans
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Noch bis zum 2. April kann man sich in Genf fein gearbeitete Zeitmesser anschauen und sich über die neuesten Trends informieren.

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Bei der weltweit führenden Uhrenmesse "Watches and Wonders" stellen die großen Player der Branche  ihre Neuheiten vor: In Genf treffen sich Journalisten aus aller Welt, Stars, Tausende Fachleute sowie 48 Marken, die in Sachen Stil und Know-how miteinander wetteifern.

Zenith feiert die Pilot-Linie

Am Zenith-Stand feiert man die Rückkehr der Ende des 19. Jahrhunderts eingeführten Pilot-Linie und stellt neue Versionen der Defy Skyline aus - für Kenner, die immer höhere Ansprüche an Uhrwerke stellen.

"Die jungen Generationen, das sind Menschen, die Zugang zu Informationen haben, den wir in der Vergangenheit nie hatten. Deshalb wollen sie echte Dinge", meint Zenith-Geschäftsführer Julien Tornare. "Sie wollen wissen, was hinter einer Marke, was hinter einem Preis, was hinter einer Uhr steht. Man muss ihnen Erlebnisse, Emotionen, Leidenschaft bieten. Das Wissen hat sich enorm entwickelt, und zwar in die richtige Richtung."

In den Palexpo-Gängen nutzen Handwerker, Kreateure und traditionsreiche Häuser ihre Stände, um ihre Identität zum Ausdruck zu bringen: vom Motorsport über Schmuck bis hin zu ethischen Überlegungen.

Oris - Vorreiter im Umweltschutz

Das unabhängige Uhrenhaus Oris lebt diesen Trend in der Uhrenindustrie. Die Marke, die aktuell die Muppetspuppe Kermit auf ihren neuen Zeitmessern verewigt, war die erste, die als CO₂-neutral zertifiziert wurde. Die Baselbieter Uhrenfirma organisiert Firmentage, um Müll zu sammeln.

"Vor nicht allzu langer Zeit wollten die Leute ein Glas Champagner in einer prächtigen Umgebung", findet Oris-Geschäftsführer Rolf Studer. "Jetzt suchen sie nach einem Zweck. Sie wollen Dinge verändern, sie wollen zum Besseren beitragen. Wir stehen nicht für exklusiven, wir stehen für inklusiven Luxus. Wir teilen die Freude an mechanischen Uhren mit anderen Menschen. Das gibt uns Energie, wir lieben, was wir tun."

Panerai - Schutz der Ozeane

Der Schutz der Ozeane liegt Panerai am Herzen: Die Marke präsentiert ihre Uhren vor Schiffssegeln. Der Hersteller, der früher die Taucher der italienischen Marine ausrüstete, hat seine mit der Leuchtpaste Radiomir ausgestatteten Gehäuse beibehalten, verarbeitet jetzt aber auf Anregung seines Botschafters, des Abenteurers Mike Horn, recycelte Materialien.

"Wenn Sie an einer Messe wie dieser teilnehmen, sehen Sie bei Panerai, wie wir uns präsentieren, die Theatralisierung unserer Marken, die auch in unseren Boutiquen zu finden ist", Panerai-Geschäftsführer Jean-Marc Pontroué. "Wir vervielfältigen die Schau auf der Watches and Wonders, die von Natur aus spektakulär ist, im Rest unseres Vertriebsnetzes und in den anderen 51 Wochen des Jahres."

A. Lange & Söhne steht für "deutsche Qualität"

Die Uhrenmanufaktur A. Lange & Söhne bekennt sich mit ihren neuen Chronografen zur "deutschen Qualität", die sich durch die Lesbarkeit und Robustheit ihrer Modelle auszeichnet.

Die vor fast zwei Jahrhunderten 1845 in Glashütte nahe Dresden gegründete Marke steht für die Gesundheit der Luxusuhrenindustrie, die Uhren in begrenzter Stückzahl herstellt. Das meint auch der Geschäftsführer von A. Lange & Söhne Wilhelm Schmid:

"Die Zukunft ist rosig, solange wir sicherstellen, dass wir genügend junge Uhrmacher haben. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Öffentlichkeitsarbeit einen guten Job macht, damit wir relevant bleiben, und dass es genug Leute gibt, die die Vorstellung mögen, dass ein Mensch sich mit der Fertigstellung all dieser kleinen Teile abmüht, die schließlich zu einer Uhr werden."

"The Lab": Zusammenspiel von neuen Ideen und Traditionen

Das Zusammenspiel von Innovation, Handwerk, Design und Technik werden in "The Lab", einem Bereich, der Industrieunternehmen und Start-ups zusammenbringt.

"NFT, Metaverse, Blockchain - das sind Themen, die junge Leute heute begeistern", sagt Matthieu Humair,  Geschäftsführer der Watches And Wonders Geneva Foundation. "Das ist ein Bereich für neue Ideen, der die Frauen und Männer, die Uhren herstellen, in Kontakt bringt. Es geht nichts über Diskussion und Networking und das findet bei "Watches and Wonders" statt."

Die Organisatoren wollen Genf als Welthauptstadt der Uhrmacherei etablieren. Erstmals werden auch Veranstaltungen im Stadtzentrum organisiert. Dazu gehören Vorträge, Führungen und Aktionen der offenen Tür. H. Moser & Cie, stellt der Öffentlichkeit seine Kollektion vor:

"Viele unserer Uhren sind ausverkauft, viele Menschen auf der ganzen Welt finden unsere Uhren nicht in den Geschäften, also kommen sie hierher, wir zeigen die komplette Kollektion, sie können die Uhren am Handgelenk tragen, sie können die Marke erleben, sie können mit den Eigentümern sprechen", so Edouard Meylan, Geschäftsführer, H. Moser & Cie. "Es ist eine tolle Woche hier in Genf, die so viele Menschen anzieht, so viel Aufmerksamkeit, dass wir dabei sein müssen."

Ein weiteres Zeichen, Genf zur Uhrenhauptstadt zu machen, ist die erstmalige Öffnung der Messe für das Publikum an diesem Wochenende. Die "Watches & Wonders" läuft noch bis zum 2. April.

Cutter • Christophe Pitiot

Weitere Quellen • Kamera: Damien Decrand

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