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Saudi-Arabien stellt Bewerbung für die Expo 2030 in Paris vor

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Von Cyril Fourneris
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Saudi-Arabien präsentierte einen Masterplan für ein Gelände in Form der Erde im Norden Riads. Mit der Bewerbung will das Königreich den Tourismus- und Freizeitsektor ankurbeln.

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Paris war diese Woche ein Pflichttermin für die drei Kandidatenländer für die Weltausstellung 2030. Unter ihnen ist auch Saudi-Arabien, das die Veranstaltung in Riad ausrichten will. Das Königreich präsentierte sein Projekt bei einem Abend im Grand Palais Ephémère. 

"Die Ära des Wandels: Gemeinsam für ein vorausschauendes Morgen" ist das Motto der saudischen Bewerbung. Man will ab Oktober 2030 in sechs Monaten mehr als vierzig Millionen Besucher begrüßen. 

"Unser Wunsch, die Weltausstellung Expo 2030 in Saudi-Arabien zu veranstalten, deckt sich mit dem Zieldatum für die Umsetzung unserer Vision 2030", erklärt S.E. Adel Al Jubeir, saudischer Staatsminister für auswärtige Angelegenheiten und Beauftragter für das Klima. "Das ist ein wichtiges Jahr für uns in Saudi-Arabien. Die Welt soll auf Saudi-Arabien schauen, und Saudi-Arabien will die Welt kennenlernen. Dafür setzen wir enorme Ressourcen ein. Wir stellen dafür die schönsten Orte in Riad zur Verfügung. Die Pläne zeigen das Gelände in Form der Welt."

Masterplan für ein Gelände in Form der Erde

Saudi-Arabien präsentierte einen Masterplan für ein Gelände in Form der Erde im Norden der Stadt, in der Nähe des Flughafens. Jedes Land der Welt hätte seinen eigenen Pavillon, einige würden vom Königreich finanziert. 

"Die Pavillons werden in Art und Größe variieren, aber wir werden sicherstellen, dass jede Nation ihren eigenen hat", so Lamia Al Muhanna, Direktorin für Landschaftsarchitektur, Königliche Kommission für die Stadt Riad. "Wir haben uns dem Motto 'eine Nation, ein Pavillon' verschrieben. Die Besucher gehen durch schmale, schattige Gassen, die vom Erbe der Hauptstadt inspiriert sind, und man kann das Wadi al-Sula genießen, eine natürliche Oase im Park. Wir bewahren unsere Natur und unterstreichen Riads Engagement für Nachhaltigkeit."

Im Zentrum dieses futuristischen Viertels wird das Wahrzeichen der Expo liegen. Nouf Majed Almoneef, leitende Direktorin für kreative Künste bei der Königlichen Kommission für die Stadt Riad:

"Wenn die Oberfläche der Erde unter allen Menschen aufgeteilt würde, wäre jeder von uns für 238 Quadratmeter verantwortlich. Unser Wahrzeichen ist genau so groß. Es liegt im Zentrum und im Herzen der Ausstellung und wird mit seinen 195 Säulen die Gleichheit der Nationen unterstreichen."

Wirtschaft und Freizeitsektor ankurbeln

Mit dieser Bewerbung will das Königreich, den Tourismus- und Freizeitsektor weiter ankurbeln, der bereits boomt, in der fast die Hälfte der 7 Millionen Einwohner Ausländer sind:

"Riad ist eine internationale Stadt, viele Menschen, mehr als 100 Nationalitäten, leben und arbeiten in Riad", betont S.E. Ibrahim Al Sultan, Geschäftsführer der Königlichen Kommission für die Stadt Riad. "Der König-Salman-Flughafen beispielsweise wurde von einem britischen Architekten geplant. Es gibt ein Konsortium, das mit ihm zusammenarbeitet, und zwar aus allen europäischen Ländern. Fachleute aus der ganzen Welt beteiligen sich am Bau von Riad und tauschen sich aus. Deshalb sollten alle stolz auf Riad sein."

In den vergangenen Jahren entfiel rund ein Drittel aller Investitionen im Land auf Riad. Die Hauptstadt will eine der zehn größten städtischen Volkswirtschaften der Welt und ein globales Zentrum für Finanzen und Unterhaltung werden. Mazen Tammar, Generaldirektor, Bewerbung für die Riyadh Expo 2030:

"Es gibt eine perfekte Synergie zwischen einer Weltausstellung und unseren Ambitionen für Riad, was die Stadt zur idealen Gastgeberin für dieses globale Ereignis macht. Um das zu erreichen, arbeiten wir mit internationalen Unternehmen zusammen, und diese Unternehmen bringen nicht nur globale Talente, Technologien und Innovationen ein, sie verlegen auch ihren regionalen Hauptsitz nach Riad oder siedeln sich dort an. Das schafft eine starke Plattform für die Expo 2030, um die Entwicklung des Projekts zu ermöglichen."

Diversifizierung der Wirtschaft und Umweltschutz

Eine der Prioritäten des weltweit führenden Erdölexporteurs ist die breitere Aufstellung der Wirtschaft. Das Land will außerdem die erste kohlenstoffnegative Weltausstellung veranstalten.

"Ein Teil dieser Begeisterung und dieses Engagements für die Entwicklung sind unsere internationalen Verpflichtungen", meint H.H. Prinzessin Haifa Al Mogrin, Ständige Delegierte Saudi-Arabiens bei der Unesco. "Wie kann Saudi-Arabien seine internationale Verantwortung gegenüber der Welt wahrnehmen? Wie können wir unsere Erfahrungen weitergeben und wie können wir eine Plattform schaffen, auf der der Rest der Welt Erfahrungen austauschen und voneinander lernen kann? So entstand die Idee, die Expo 2030 in Riad zu veranstalten."

Die saudischen Abgesandten stellten ihr Projekt auch dem Bureau International des Expositions (BIE) vor. Riad konkurriert mit Rom in Italien und Busan in Südkorea um die Ausrichtung der Expo 2030. Die Entscheidung wird bei der BIE-Generalversammlung Ende November gefällt.

Cutter • Nicolas Coquet

Weitere Quellen • Kamera: Matthieu Bacques

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