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Dänemarks Ørsted klagt gegen Trumps Windprojekt-Stopp

Archivfoto: Das Logo des dänischen Unternehmens Ørsted befindet sich an der Außenseite des Kraftwerks Avedøre in Hvidovre bei Kopenhagen. 19. Aug. 2025.
Archivfoto: Das Logo des dänischen Unternehmens Ørsted ziert die Außenfassade des Kraftwerks Avedøre in Hvidovre bei Kopenhagen. 19. Aug. 2025. Copyright  Sebastian Elias Uth/Ritzau Scanpix/AP
Copyright Sebastian Elias Uth/Ritzau Scanpix/AP
Von Eleanor Butler
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Der Schritt folgt auf eine Entscheidung der US-Regierung. Sie setzte im Dezember die Leasingverträge für alle großen US-Offshore-Windprojekte aus.

Der dänische Energiekonzern Ørsted hat am Freitag eine Klage gegen die Aussetzung seines Projekts Revolution Wind vor Rhode Island durch die US-Regierung eingeleitet.

Zusammen mit seinem Joint-Venture-Partner Skyborn Renewables erklärte Ørsted in einer Mitteilung, ein Rechtsstreit sei ein notwendiger Schritt, um die Rechte des Projekts zu schützen. Revolution Wind ist zu mehr als 85 Prozent fertiggestellt, 58 von 65 Windturbinen sind installiert.

Die Regierung Trump setzte im Dezember die Pachtverträge für alle US-Offshore-Windprojekte aus und verwies auf Belange der nationalen Sicherheit. Damit kamen die Arbeiten an fünf Standorten zum Stillstand, darunter Ørsteds Parks Revolution Wind und Sunrise Wind sowie Flächen von Unternehmen wie Equinor und Dominion Energy.

Die aktuelle Klage von Ørsted bezieht sich auf Revolution Wind. Das Unternehmen betonte jedoch, man prüfe weiterhin alle Optionen, um die Arbeiten am Sunrise-Windprojekt vor der Küste von New York wieder aufzunehmen. Ørsted konzentriert sich nach eigenen Angaben auf die Zusammenarbeit mit zuständigen Behörden und Interessengruppen und erwägt rechtliche Schritte.

In der Mitteilung am Freitag hob Ørsted zudem hervor, dass Revolution Wind 2023 alle erforderlichen Bundes- und Landesgenehmigungen erhalten hat. Zuvor gab es umfangreiche Prüfungen, die vor mehr als neun Jahren begannen. Diese Genehmigungen verlangten Abstimmungen mit dem US-Verteidigungsministerium und mündeten in eine formale Vereinbarung zwischen dem Bundesstaat und dem Energiekonzern.

Dennoch behauptet die Regierung Trump nun, die Offshore-Windturbinen könnten Radarsysteme stören, die bewegliche Ziele erkennen.

Das US-Innenministerium erklärte im Dezember, die Pause verschaffe der Regierung Zeit, gemeinsam mit den Pächtern und den Bundesstaaten zu prüfen, ob sich die von den Projekten ausgehenden Risiken für die nationale Sicherheit mindern lassen.

Die Aussetzung ist Teil eines seit Langem laufenden Feldzugs der Regierung Trump gegen grüne Energieprojekte zugunsten fossiler Brennstoffe. Der Präsident hat erneuerbare Energien als teuren Betrug bezeichnet und stoppt Genehmigungen für Solar- und Windparks.

Befürworter argumentieren, solche Maßnahmen senkten die Energiekosten und stärkten die nationale Sicherheit. Experten warnen jedoch: Wer nicht in saubere Energie investiert, treibt die Strompreise langfristig nach oben. Der Abschied von fossilen Brennstoffen bringt klare Klimavorteile. Analysen zeigen zudem, dass grüne Projekte das Wachstum und die Innovationen in den USA zusätzlich beflügeln können.

Im August ordnete das Weiße Haus an, die Arbeiten an Revolution Wind zu stoppen. Im September entschied ein Bundesgericht, dass die Arbeiten wieder aufgenommen werden dürfen, und erließ eine einstweilige Verfügung. Ørsted führt nun einen anderen Rechtsstreit um das Projekt.

Am Freitagnachmittag in Kopenhagen legten Ørsted-Aktien nach der Nachricht um rund vier Prozent zu.

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