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Unter Auflagen: EU erlaubt Paramount geplante Warner-Übernahme

ARCHIV: Der Wasserturm von Paramount Pictures in Los Angeles am 18. Dezember 2025, im Hintergrund der Hollywood-Schriftzug. (AP Photo/Jae C. Hong, Datei)
ARCHIVFOTO – Der Wasserturm von Paramount Pictures in Los Angeles, 18. Dezember 2025, mit dem Hollywood-Schriftzug im Hintergrund. (AP Photo/Jae C. Hong, Archiv) Copyright  Copyright 2025 The Associated Press. All rights reserved
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Von Greta Ruffino
Zuerst veröffentlicht am
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Kurz zuvor hatte eine Bundesrichterin in Kalifornien die Übernahme von Warner Bros. Discovery durch das Unternehmen Paramount Skydance vorerst gestoppt. Brüssel befürchtet, die Fusion könnte kleinere Filmunternehmen benachteiligen. Deswegen hat die EU eine Bremse in ihre Genehmigung eingebaut.

Die Europäische Union hat am Mittwoch die Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount Skydance im Wert von 110 Milliarden Dollar, also rund 94 Milliarden Euro, unter Auflagen genehmigt.

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Brüssel begründete den Schritt mit Sorgen über die Folgen für den Filmverleih in Europa. Paramount muss sich im Europäischen Wirtschaftsraum, der die 27 EU-Mitgliedstaaten umfasst, von seiner Beteiligung an United International Pictures trennen, einem Gemeinschaftsunternehmen mit Universal.

EU baut Schutzvorkehrungen für Filmverleih ein

Europäische Wettbewerbshüter schreiben außerdem vor, dass Paramount für einen Zeitraum von zehn Jahren keine Vereinbarungen mit Universal über den gemeinsamen Filmverleih im Europäischen Wirtschaftsraum schließen darf – weder direkt noch indirekt.

Diese Zusagen beseitigen nach EU-Angaben die von der Europäischen Kommission festgestellten Wettbewerbsbedenken vollständig. Sie sollen sicherstellen, dass die Filme des fusionierten Konzerns nicht gemeinsam mit Produktionen von Universal oder Disney verwertet werden.

Unter Aufsicht der Kommission überwach eein unabhängiger Treuhänder die Umsetzung, hieß es weiter.

Nach Einschätzung der EU gefährdet die Fusion den Wettbewerb bei der Filmproduktion voraussichtlich nicht. Als Grund nennt sie starke Konkurrenz wie Disney, kleinere US-Studios wie Amazon MGM sowie europäische Produzenten.

US-Justiz stoppte Übernahme vorerst

In den USA steht die Vereinbarung jedoch weiter vor rechtlichen Hürden. Eine Bundesrichterin im Staat Kalifornien hatte die Fusion in dieser Woche vorläufig gestoppt.

Eine Anhörung über eine einstweilige Verfügung ist für Anfang August angesetzt. Diese könnte verhindern, dass der Deal vor einer endgültigen Entscheidung abgeschlossen wird. Die geplante Mega-Fusion stößt auf erheblichen Widerstand. Kritiker warnen, sie könne Hollywood grundlegend verändern.

Kommt die Transaktion zustande, gäbe es nur noch vier große US-Filmstudios. Gegner befürchten massiven Stellenabbau, weniger Filmproduktionen und -starts sowie insgesamt weniger Wettbewerb in der Branche.

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