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Behörden: Risiko nach EU-weitem Rückruf von Babynahrung nur noch gering

ARCHIV: Eine Frau füttert am Freitag, 13. Mai 2022, in San Antonio ihren Säugling mit einer Flasche Babynahrung.
ARCHIV: Eine Frau füttert ihren Säuglingssohn in San Antonio mit einem Fläschchen Babynahrung, Freitag, 13. Mai 2022. Copyright  Copyright 2022 The Associated Press. All rights reserved
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Von Marta Iraola Iribarren
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Europäische Gesundheits- und Lebensmittelsicherheitsbehörden sehen nach Rückrufen in vielen Ländern und laufenden Ermittlungen nur ein geringes Risiko durch verunreinigte Säuglingsnahrung.

Nach dem europaweiten Rückruf von Säuglingsnahrung schätzen Fachleute das Risiko, auf verunreinigte Produkte zu stoßen, inzwischen als gering ein. Das geht aus einer gemeinsamen Bewertung (Quelle auf Englisch) des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten und der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit vom Donnerstag hervor.

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Den möglichen Einfluss auf die Gesundheit bewerten die Behörden je nach Alter des Kindes als gering bis mäßig.

Die meisten betroffenen Kinder zeigten nur leichte Magen-Darm-Beschwerden und haben sich erholt. Einige mussten jedoch wegen Dehydrierung ins Krankenhaus, für Babys unter sechs Monaten ist das Risiko dafür besonders hoch.

Nach Angaben der Behörden bleibt es schwierig, die Fälle zu untersuchen und miteinander zu verknüpfen. Grund sind Lücken in der Überwachung und die begrenzten Möglichkeiten, Stuhlproben auf das Toxin Cereulid zu testen.

Fachleute verweisen zudem darauf, dass die Symptome einer Cereulid-Vergiftung wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall häufigen viralen Magen-Darm-Infektionen ähneln. Solche Infekte treten in Europa vor allem in den Wintermonaten sehr häufig auf.

Welche Länder waren betroffen?

Die ersten Vergiftungsfälle wurden im Dezember 2025 gemeldet und traten bis Mitte Februar 2026 auf.

Mindestens 26 Babys kamen europaweit wegen des Verdachts auf eine Cereulid-Vergiftung durch zurückgerufene Säuglingsnahrung ins Krankenhaus; alle konnten nach der Behandlung wieder entlassen werden.

Österreich meldete vier Babys, die kurz nach dem Verzehr von Säuglingsnahrung Magen-Darm-Symptome entwickelten. Die Kinder waren zwischen null und elf Monaten alt, erkrankten zwischen dem 26. Januar und dem 6. Februar 2026, eines von ihnen musste stationär behandelt werden.

Belgien meldete acht Babys mit positiven Testergebnissen anhand klinischer Proben. Alle acht hatten die zurückgerufene Säuglingsnahrung konsumiert und sich klinisch gut erholt.

Die Lebensmittelsicherheitsbehörde in Dänemark wurde seit Beginn des Rückrufs im Dezember 2025 von Eltern von rund 32 Fällen kontaktiert, bei denen Magen-Darm-Symptome auftraten.

Frankreich meldete elf Säuglinge, die im Krankenhaus behandelt wurden; alle sind wieder genesen und zu ihren Familien zurückgekehrt.

Frankreich untersucht zudem den Tod von drei Babys, der möglicherweise mit dem Verzehr der zurückgerufenen Nestlé-Nahrung zusammenhängt, auch wenn ein direkter Zusammenhang bislang nicht bestätigt ist.

Luxemburg meldete drei Säuglinge, die untersucht wurden, zwei von ihnen kamen wegen Dehydrierung ins Krankenhaus und haben sich vollständig erholt.

Spanien registrierte 41 Fälle mit Magen-Darm-Symptomen, alle hatten zuvor zurückgerufene Produkte konsumiert; dreizehn Patientinnen und Patienten wurden im Krankenhaus behandelt und inzwischen entlassen.

Im Vereinigten Königreich wurden 44 Babys mit Magen-Darm-Beschwerden nach dem Verzehr von Säuglingsnahrung gemeldet.

Die jüngste an das ECDC gemeldete Kontamination datiert vom 6. Februar 2026.

Nach den ersten Meldungen haben mehrere Molkereikonzerne weltweit Chargen ihrer Säuglingsnahrung zurückgerufen. Die Verunreinigung ließ sich auf das Bakterium Bacillus cereus in Arachidonsäure-Öl (ARA) eines einzigen chinesischen Zulieferers zurückführen, das in Premiumprodukten eingesetzt wird.

Die Ermittlungen zur Ursache der Verunreinigung laufen in sieben Ländern weiter: in Österreich, Belgien, Dänemark, Frankreich, Luxemburg, Spanien und im Vereinigten Königreich.

Die französische Staatsanwaltschaft hat vergangene Woche fünf Ermittlungsverfahren gegen mehrere Marken für Babymilch eingeleitet – Nestlé, Lactalis, Danone, Babybio und La Marque en moins – wegen möglicher strafrechtlicher Verantwortung für den Vertrieb verunreinigter Produkte.

Dieser Artikel wurde am 20. Februar aktualisiert, nachdem fälschlich berichtet worden war, dass auch das Unternehmen Hipp zu den in Frankreich untersuchten Firmen gehört.

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