Multaka: Museumsführungen von Flüchtlingen für Flüchtlinge in Berlin

Multaka: Museumsführungen von Flüchtlingen für Flüchtlinge in Berlin
Von Euronews
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Keefah Ali Deeb ist syrische Künstlerin, Oppositionelle und Flüchtling.

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Keefah Ali Deeb ist syrische Künstlerin, Oppositionelle und Flüchtling. Vor über einem Jahr kam sie nach Berlin und ist heute unter anderem als Museumsführerin tätig – im Rahmen eines ganz besonderen Projekts auf der Museumsinsel. Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak wurden geschult, um ihre Landsleute durch Ausstellungen zu führen.

Keefah Ali Deeb: “Überall auf der Welt wird nur von Krieg gesprochen. Niemand versucht, die Menschen daran zu erinnern, wie Syrien vorher war.”

Multaka, Treffpunkt, heißt das Projekt. Es solle syrische und irakische Flüchtlinge an ihre eigene, Jahrtausende alte, unter anderem im Pergamamonmuseum ausgestellte Kultur heranführen. Annäherung und Aussöhnung durch Kunst.

Keefah Ali Deeb: “Im Museum für islamische Kunst, in dem ich arbeite, sind viele Kunstobjekte aus Syrien zu sehen. Hier sind sie wenigstens sicher, werden nicht durch Krieg zerstört. Menschen aus der ganzen Welt können hierher kommen, um unser Kulturerbe und unsere Geschichte zu bewundern.”

Vom Sprechen und Erinnern: 'Das Multaka-Projekt des Pergamonmuseums' https://t.co/z6CoVV6LpW#Berlin

— Angelika (@culturedog) 10 mai 2016

Kefah Ali Deeb ist Künstlerin und Kinderbuchautorin, während ihres Kunststudiums verbrachte sie viel Zeit Nationalmuseum in Damaskus – und findet hier, im Berliner Museum, ihre eigenen Spuren wieder. Während der Führungen erzählt sie den Flüchtlingen auch von der deutschen Geschichte, dem Wiederaufbau nach dem Krieg.

Keefah Ali Deeb: “Die Deutschen haben eine ganz erstaunliche Erfahrung gemacht, weil sie das Land wieder aufbauten, alles war zerstört, die Stadt Berlin lag und Ruinen. Schauen Sie sich an, wie Berlin heute aussieht. Das gibt mir Hoffnung. Dass wir unser Land nach dem Krieg ebenso wieder aufbauen werden.”

Nicht nur das Museum für islamische Kunst ist an dem Projekt beteiligt, auch die Museen für vorderasiatische und byzantinische Kunst, die Skulpturensammlung und das Deutsche Historische Museum machen mit.

Während der Führungen erleben die Flüchtlinge die Vielfalt ihrer Kultur und die der anderen. Auch eine Form der Integration.

Unterstütze jetzt das Projekt “Multaka: Treffpunkt Museum – Geflüchtete als…” https://t.co/zNPaStwjTa#betterplace39889 via betterplace_org</a></p>&mdash; Petra Guemmer (pguemmer) 15 avril 2016

kultur_welten</a> Das Projekt Multaka der <a href="https://twitter.com/smbmuseum">smbmuseum unter den Prämierten beim Sonderpreis der BKM. Glückwunsch! pic.twitter.com/6DLLIS3mV6

— museumsbund (@museumsbund) 21 mai 2016

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