"Der 13." - Von der Sklaverei zur Masseninhaftierung

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Von Euronews
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In ihrer für den Oscar nominierten Dokumentation verdeutlicht Ava DuVernay den Zusammenhang zwischen der Sklaverei und dem aktuellen US-Strafsystem. Ein wichtiger Film in diesen bewegten Zeiten!

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“13th – Der 13.” ist die für den Oscar nominierte Dokumentation der “Selma”-Regisseurin Ava DuVernay. Der Film ist nach dem 13. Zusatzartikel (Amendment) der US-Verfassung benannt, der 1865 die Sklaverei abschaffte, dank eines rechtlichen Schlupflochs jedoch weiterhin, in veränderter Form, möglich machte.

48) 13th (dir. Ava DuVernay ava</a>, 2016) <a href="https://twitter.com/hashtag/52FilmsByWomen?src=hash">#52FilmsByWomen</a> <a href="https://t.co/GPRrnRf8DX">pic.twitter.com/GPRrnRf8DX</a></p>&mdash; Aaron Hunter (aaron_m_hunter) 7 février 2017

Die Regisseurin verdeutlicht die Zusammenhänge zwischen der Sklaverei und dem aktuellen US-Strafsystem. Kernpunkt ihrer Argumentation ist, dass die Freiheit der Schwarzen eine Bedrohung des Systems darstellt, das von ihnen profitiert.

DuVernay zieht eine klare Verbindungslinie von der Abschaffung der Sklaverei über die Sträflingskolonien, die sie ersetzten, bis zur Rassentrennung und dem Kampf gegen Kriminalität und Drogen. Die daraus resultierende Masseninhaftierung in den US-Gefängnissen ist ein riesiges Geschäft.

Basierend auf aussagekräftigen Interviews und sorgfältig recherchiertem Archivmaterial, liefert DuVernay eine intelligente und klare Analyse der Folgen der Sklaverei.

“Der 13.” ist ein Film, den jeder sehen sollte, der das aktuelle politische Klima in den USA verstehen möchte.

The 13th

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