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Sziget-Festival: Gäste aus Russland sind willkommen, Künstler nicht

Besucherinnen des Sziget-Festivals am 12. August 2023
Besucherinnen des Sziget-Festivals am 12. August 2023 Copyright Zoltan Balogh/MTI - Media Service Support and Asset Management Fund
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Von Magyar ÁdámEuronews
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Symbolkraft auf dem Sziget-Festival, eines der bedeutendsten Kulturfeste Europas. Im Eingangsbereich weht die ukrainische neben der russischen Flagge.

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Ungarns wichtigstes Musikereignis, das Sziget-Festival, positioniert sich gegen den russischen Angriffskrieg. Auf der Hauptbühne trat der ukrainische Künstler Dima Malakhov vor Tausenden von Menschen auf.

Mehr als zehn ukrainische Künstler treten dieses Jahr beim Sziget-Festival auf. Die meisten von ihnen kamen dank einer NGO, die von durch den Krieg entlassenen Mitarbeitern der Musikindustrie gegründet wurde. 

Eine der ukrainischen Künstlerinnen hat ihr Zuhause verloren, erlebt aber auch Positives. Sofiya Pylypenko ist Sängerin in der Band Promsonya: "Die Menschen in der Ukraine interessierten sich mehr als zuvor für ukrainische Musik. Und deshalb begann ich, öfter aufzutreten, und ich habe jeden Monat Zuhörer auf verschiedenen Plattformen."

Auch viele Besucher des Sziget-Festivals kommen aus der Ukraine und leben mittlerweile woanders, weit weg von zu Hause. Das UNHCR ist ebenfalls dieses Jahr in Sziget, um auf die Probleme von Geflüchteten aufmerksam zu machen.

"Dieser Krieg wird dauern"

UNHCR-Sprecher Ernő Simon sagte im Euronews-Interview: "Es geht nicht mehr darum, Lebensmittel oder Decken an der Grenze oder an verschiedenen Ankunftsorten zu verteilen. Nach anderthalb Jahren geht es nun darum, Flüchtlingen bei der Integration in die Gesellschaft zu helfen. Wie jeder sehen kann, besteht kein Zweifel daran, dass dieser Krieg andauern wird“

Euronews-Korrespondent Ádám Magyar erlebte vor Ort auch Festival-Besucher aus Russland, aber: „Im Gegensatz zu 2022 sind in diesem Jahr keine russischen Künstler auf dem Festival, russische Gäste sind aber trotzdem willkommen, wie die Tatsache zeigt, dass die Flagge des Landes immer noch am Eingang weht.“

Der Euronews-Journalist traf unter anderem auf die junge Russin Tatiana, die jetzt in Budapest lebt: "Ich bin aus beruflichen Gründen hierher gezogen und finde, dass Ungarn ein sehr gastfreundliches Land ist. Ich habe keine Probleme."

Eines ist sicher: Das Sziget-Festival bietet genügend Freiraum für die russische und die ukrainische Flagge, die nur wenige Meter voneinander entfernt wehen.

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