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Experte: Trump stärkt indirekt Europas Rolle im Nahostkonflikt

Israels Benjamin Netanjahu und EU-Chefdiplomatin Federica Mogherini
Israels Benjamin Netanjahu und EU-Chefdiplomatin Federica Mogherini Copyright REUTERS/François Lenoir
Copyright REUTERS/François Lenoir
Von Euronews
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Die Palästinenser fordern die EU auf, sich stärker im Nahostkonflikt diplomatisch engagieren. Den USA werfen sie vor, sich wegen ihrer Nähe zu Israel als Vermittler diskreditiert zu haben.

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Die Entscheidung Donald Trumps, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen, hat die Karten im Nahostkonflikt neu gemischt.

Die Palästinenser lehnen nun eine reine US-Vermittlung ab und fordern stattdessen die Europäer auf, sich stärker diplomatisch zu engagieren.

Offiziell heißt es dazu aus Brüssel, die EU werde weiterhin mit allen Partnern in der Region nach einer vernünftigen Zwei-Staaten-Lösung suchen.

Nach Meinung von Hasni Abidi vom Zentrum für Studien der Arabischen Welt und des Mittelmeers in Genf, ist die neue Lage eine interessante Gelegenheit für die EU, eine wichtige Rolle bei der Suche nach Frieden im Nahen Osten zu spielen.

Und zwar als Initiator von Gesprächen wie auch als Vermittler.

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hatte am Sonntag erklärt, Israel habe den Oslo-Prozess abgewürgt.

Zugleich griff er die Trump-Regierung scharf an und versprach, eine US-Führung bei Friedensgesprächen nicht länger anzuerkennen.

Für Europa komme es nun darauf an, keine Brücken hinter sich abzubrechen und etwa einen palästinensischen Staat sofort anzuerkennen.

Dies könnte kontraproduktiv sein, so Abidi. Die EU müsse vielmehr neutral bleiben, um diplomatisch wirkungsvoll auftreten zu können.

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