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Fällen in Europa bald Roboter Gerichtsurteile?

Fällen in Europa bald Roboter Gerichtsurteile?
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Von Stefan Grobe
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Problem: Künstliche Intelligenz in der Justiz fördert Klischees und Diskriminierung

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Künstliche Intelligenz spielt bereits in vielen Lebensbereichen eine Rolle. Warum nicht auch bald im Justizwesen?

Was sich wie Science Fiction anhört, ist gar nicht so weit hergeholt.

In Europa etwa laufen Tests, Richter durch Roboter zu ersetzen.

Das wirft zahlreiche Fragen der Machbarkeit auf, der Ethik und des Datenschutzes.

Künstliche Intelligenz könne etwa eingesetzt werden, um die Strafbarkeit einer Person abzuschätzen, etwa bei Wiederholungstätern, sagt Clementina Barbaro, die im Europarat an Justizreformideen arbeitet.

Denkbar sei auch ein Einsatz bei der Ermittlung eines Strafmaßes.

Barbaro ist sich mit anderen Experten einig, dass künstliche Intelligenz dabei Klischees und Diskriminierung fördert, da soziale Kategorien wie Herkunft und Bildung eines Straffälligen miteinfließen.

Eine jüngste britische Studie fand heraus, dass Computer lediglich 79 Prozent von Urteilen genau vorhersagen konnten.

Das ist für viele Fachleute zu wenig.

Dory Reiling, ehemalige Richterin in den Niederlanden und Justizreformexpertin, sagt, es bestehe die Gefahr, dass von den Richtern Urteile erwarten würden, die die Computer vorhergesehen haben.

Entschieden die Richter anders, hätten die Gerichte auf einmal ein Legitimitätsproblem - das ist ein Problem.

Im US-Justizwesen sind Roboter bereits in Aktion, in Europa werden sie noch getestet.

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