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Warum wurde tote ukrainische Journalistin Sasha (24) nicht erwähnt?

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Von Euronews  mit dpa, AP, Twitter
Oleksandra Kuvshynova
Oleksandra Kuvshynova   -   Copyright  Twitter/Oksana Romaniuk

Im Netz hagelte es Kritik am Verhalten des US-amerikanischen Fernsehsenders Fox-News. Dieser hatte am Dienstag bekannt gegben, dass der Kameramann und Fotograf des Senders, Pierre Zakrzewski, in der Nähe der ukrainischen Hauptstadt Kiew ums Leben gekommen war. Der 55-Jährige sei eine "absolute Legende" gewesen und sein Tod ein großer Verlust, so der Sender. 

Zunächst nicht erwähnt wurde, dass auch die 24-Jährige Ukrainerin Oleksandra (Sasha) Kuvshynova sei demselben Vorfall in Horenka getötet wurde, die das amerikanische Team vor Ort unterstützt hat. Darüber hatten sich in den sozialen Medien viele geärgert, vor allem Menschen, die ebenfalls als sogenannte "Fixer" oder "Producer" arbeiten und ausländischen Journalisten vor allem bei Übersetzungen, Recherchen und Organisationen helfen. 

Das Fahrzeug des Teams war am Monatg unter Beschuss geraten. Dabei wurde außerdem der US-amerikanische Korrespondent Benjamin Hall verletzt. Er soll einen Teil seines Beins verloren haben und kämpft im Krankenhaus ums Überleben. 

Aus Rücksicht auf die Familie

Später gab der US-Sender bekannt, man habe aus Rücksicht auf die Familie mit der Bekanntgabe des Tods der jungen Frau noch gewartet. "Sie war unglaublich talentiert und hat wochenlang mit unserem Team vor Ort gearbeitet", hieß es. Sie sei "fleißig, witzig, liebenswert und mutig" gewesen. Nähere Informationen zum Gesundheitszustand von Korrespondent Hall gab es weiterhin nicht.

Erst am Wochenende war der US-Journalist Brent Renaud ukrainischen Angaben zufolge unweit von Kiew in Irpin von russischen Soldaten beschossen und getötet worden. 

Der 50-Jährige Journalist und Filmemacher arbeitete in der Region für die New York Times. Zwei weitere Journalisten wurden bei dem Angriff verletzt und in ein Krankenhaus gebracht.

Einer der verletzten Journalisten, Juan Arredondo, sagte einem italienischen Reporter: "Wir überquerten eine der ersten Brücken in Irpin, um andere Flüchtlinge beim Verlassen der Stadt zu filmen, und stiegen in ein Auto."

"Jemand bot uns an, uns zur anderen Brücke zu bringen, und wir überquerten einen Kontrollpunkt, wo sie anfingen, auf uns zu schießen", so Arredondo in einem auf Twitter veröffentlichten Video.

"Der Fahrer drehte um und sie schossen weiter. Wir waren zu zweit. Mein Freund, Brent Renaud, wurde angeschossen und zurückgelassen... ich habe gesehen, wie ihm in den Hals geschossen wurde."

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