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Aus Angst vor Ruanda-Abkommen: Hunderte fliehen nach Irland

Zelte, in denen Flüchtlinge lebten.
Zelte, in denen Flüchtlinge lebten. Copyright Euronews
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Von Ken Murray
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Die ansteigende Einwanderung über die Grenze zu Nordirland wird der britischen Ruanda-Politik zugeschrieben.

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In Dublin wurden die Zelte von Asylbewerbern entfernt, da sich nach vielen Wochen unhygienische Zustände entwickelt hatten, und das Gebiet um das "Büro für internationalen Schutz" geräumt wurde. Die Aktion führte jedoch lediglich dazu, dass die Asylbewerber aufgrund des Mangels an Unterkünften etwa 200 Meter weiter die Straße hinunter zum nahe gelegenen Kanal zogen. Doch auch von dort wurden sie inzwischen wieder vertrieben.

Immer mehr Asylsuchende kommen aus Großbritannien, da die Grenze zu Nordirland, das zum Vereinigten Königreich gehört, offen ist. Ein Asylbewerber namens Khyber aus Afghanistan gab an, in Dublin zu sein, weil er befürchtete, nach Ruanda abgeschoben zu werden, wenn er im Vereinigten Königreich bleibt.

Die irischen Behörden informierten Khyber und andere Asylbewerber darüber, dass derzeit keine Unterkünfte in Dublin verfügbar seien. Sie müssen daher weiterhin in Zelten ohne angemessene Verpflegung und sanitäre Einrichtungen leben.

Irische Regierung plant Gesetzesänderung

Die irische Regierung plant, in den kommenden Wochen eine Gesetzesänderung vorzunehmen, die ihr die rechtliche Befugnis geben würde, illegale Einwanderer in das Vereinigte Königreich zurückzuschicken. Ein Mitglied des irischen Parlaments und ausgebildeter Jurist äußerte jedoch Bedenken, dass diese Änderungen letztendlich nichts ändern würden.

Der irische Premierminister hat versprochen, dass sich solche Szenen nie wieder ereignen würden, doch trotz dieser Zusicherung sind ähnliche Situationen erneut aufgetreten. Das Problem für die irische Regierung ist, dass der nächste Zustrom von Asylbewerbern nur 24 Stunden entfernt sein könnte, sobald die aktuellen Herausforderungen bewältigt sind.

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