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Europas Äcker sichern: Agri-PV weist Weg zu nachhaltiger Solarnutzung

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Von Hans von der Brelie
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Billige Solarmodule haben viele Photovoltaikanlagen aufs Land gebracht. Ein deutsches Erfinderteam zeigt: Bauern können zugleich Ernte und Solarstrom einfahren.

Unsere Reise beginnt auf dem Hof von Georg Bockmaier. Normalerweise baut er Kartoffeln und Getreide an, so wie schon sein Vater und sein Großvater. In Grasbrunn, seinem Dorf am Rand von München, ist diesmal jedoch einiges anders: Schwere Maschinen rollen an, eine Baukolonne aus der Slowakei errichtet auf dem Feld hinter dem Bockmaier-Hof eine Agri-PV-Anlage mit einem ausgeklügelten Solar-Nachführsystem.

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Wir sind in Bayern, einem Bundesland im Süden Deutschlands, das als Hotspot für Start-ups gilt – vor allem für innovative Smart-Farming-Lösungen. Feld.energy (Quelle auf Englisch) ist eines davon. Das ambitionierte Start-up wurde vor zwei Jahren gegründet und wächst rasant. Mehr als 800 Landwirte haben sich bereits dafür entschieden: Gemeinsam mit feld.energy installieren sie Agri-PV-Anlagen auf rund 900 Hektar.

Heißt das, dass die bayerische Landschaft bald unter PV-Modulen verschwindet und Landwirtschaft hier nicht mehr möglich ist? Ganz und gar nicht, sagt Bockmaier: „Das ist etwas Neues, aber ich kann weiter Landwirtschaft betreiben. Mit meinem Mähdrescher und einer Schneidwerksbreite von 6,60 oder sogar 7,50 Metern komme ich problemlos zwischen den Modulreihen hindurch. Wir können die PV-Module außerdem senkrecht aufstellen.“

Georg Bockmaier: „Mit meinem Mähdrescher und einer Schneidwerksbreite von 7,50 Metern komme ich problemlos zwischen den Reihen der PV-Module hindurch.“
Georg Bockmaier: „Mit meinem Mähdrescher und einer Schneidwerksbreite von 7,50 Metern komme ich problemlos zwischen den Reihen der PV-Module hindurch.“ © Hans von der Brelie

Nikolai Voitiouk-Blum ist bei feld.energy als Vizepräsident für das operative Geschäft verantwortlich. „Unsere Vision für die nächsten vier Jahre ist klar“, sagt der Manager. „Wir wollen in weitere europäische Länder wie Italien expandieren. So können wir insgesamt ein Gigawatt Photovoltaik-Leistung ans Netz bringen – das entspricht einem kompletten Atomkraftwerk.“

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